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Abschreibung Photovoltaik

Steuerstempel

Ihre Photovoltaikanlage bezahlt sich nicht nur selbst und erwirtschaftet eine attraktive Rendite – sie hilft auch Steuern sparen. Denn das Finanzamt interessiert sich nicht nur für Ihren Gewinn, es beteiligt sich auch an Ihrer Investition: Wenn Sie Lohn- oder Einkommenssteuer zahlen, können Sie sowohl die Anschaffungs- als auch die Betriebskosten der Photovoltaikanlage steuer­mindernd geltend machen.

Im folgenden Artikel Abschreibung Photovoltaik haben wir Ihnen alles Wissenswerte hierzu zusammengestellt.

Zur individuellen Berechnung

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Formen der Photovoltaik-Abschreibung

Photovoltaikanlagen – gleich, ob sie auf dem Dach aufliegen oder als Indach-Anlage fest montiert sind, – gelten steuerlich als selbständige bewegliche Wirtschaftsgüter. Für diese können drei verschiedene Formen der Abschreibung genutzt werden:

  • Investititionsabzug: Schreiben Sie 40% des Netto-Verkaufspreises sofort ab.
  • Sonderabschreibung: Schreiben Sie 20% des Netto-Verkaufspreises innerhalb der ersten 5 Jahre ab.
  • Lineare Abschreibung: Schreiben Sie 20 Jahre lang je 5% des nach Investitionsabzug und Sonderabschreibung übrigen Nettowerts ab.

Die Umsatzsteuer von 19% erstattet das Finanzamt sofort zurück.
Außerdem können Sie alle weiteren, im Zusammenhang mit der Photovoltaikanlage entstandenen Kosten wie z.B. Dachrenovierungen, Fahrtkosten, Leitern, Reinigungs- und/oder Sicherungsmaterial geltend machen.

Die verschiedenen Absetzungsformen sind kombinierbar: Sie schließen einander nicht aus.

Lineare Abschreibung Ihrer Photovoltaikanlage

Berechnen Sie die Abschreibung

Die lineare Abschreibung legt den Anschaffungspreis eines Wirtschaftsguts auf seine Nutzungsdauer um – dies bedeutet das gängige Kürzel Afa, Absetzung für Abnutzung.
Die anteiligen Kosten können dann jeweils jährlich geltend gemacht werden.

Kostet zum Beispiel eine Maschine 9.000 € und sie hält durchschnittlich 10 Jahre lang, können in jedem Jahr

9.000 € / 10 Jahre = 900 € p.a.

steuerlich geltend gemacht werden.

(Die frühere Option der komplizierteren degressiven Abschreibung wurde zum 1. Januar 2011 abgeschafft).

Dabei kann monatsgenau nach Zeitpunkt der Anschaffung abgerechnet werden: Jeder Monat wird als 1/12 der Abschreibungssumme angesetzt.

Nutzungsdauer einer Photovoltaikanlage

Die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Photovoltaikanlage wird auf 20 Jahre geschätzt – das geht aus der Laufzeit der Einspeisevergütung hervor, und auch die Afa-Tabelle des Bundesministeriums der Finanzen berechnet den Wertverlust einer Photovoltaikanlage (Punkt 3.1.6) auf diesen Zeitraum – damit beträgt die Absetzung für Abnutzung einer Photovoltaikanlage im Grundsatz ein Zwanzigstel des Kaufpreises im Jahr – genau 5%.

Wieder wird dies monatsgenau abgerechnet:

Kaufen Sie Ihre Photovoltaikanlage im Dezember 2016, so können Sie für die Afa 2016 ein Zwölftel der jährlichen Absetz-Summe Ihrer Photovoltaikanlage ansetzen.
Kostet Ihre Photovoltaikanlage beispielsweise 36.000 €, so können Sie ab 2017 jährlich 1.800 € (5% der Anschaffungskosten), für den Dezember 2016 aber nur

36.000 € / 20 Jahre / 12 Monate = 150 €

steuerlich anrechnen lassen.
Im 21. Jahr der Abschreibung gleichen Sie dafür die fehlenden Monate auf das erste volle Jahr aus – in diesem Fall also für die Afa im Jahr 2037 die fehlenden Monate Januar bis November: 11 Zwölftel der jährlichen Absetz-Summe = 1.650 €.

Investitionsabzug

Mit der Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung im Jahr 2008 wurde anstelle der früheren Investitions- oder Ansparrücklage der Investitionsabzugsbetrag eingeführt. Der Investitionsabzugsbetrag, in dessen Genuss kleinere und mittlere Betriebe kommen (inwieweit Sie als Photovoltaikbetreiber vor dem Finanzamt Gewerbetreibender sind, sollten Sie mit Ihrem Steuerberater klären), muss ein bis drei Jahre vor der Anschaffung geltend gemacht werden.

Er kann bis zu 40% der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines beweglichen abnutzbaren Wirtschaftsgutes betragen.
Wird die Anschaffung im Rahmen einer Betriebseröffnung geplant, kann sie für den Investitionsabzugsbetrag nur geltend gemacht werden, wenn sie bereits zum Ende des vorausgehende Geschäftsjahres fest bestellt worden ist.

Planen Sie, im Jahr 2017 eine Photovoltaikanlage im Wert von 80.000 € zu kaufen, können Sie im Jahr 2016

80.000 € x 40% = 32.000 €

Investitionsabzugsbetrag gewinnmindernd veranschlagen.

Im Jahr der Anschaffung wird die Rücklage Gewinn-neutral aufgelöst. Wird das geplante Wirtschaftsgut nicht angeschafft, wird der Investitionsabzugsbetrag aufgelöst und steuerlich berechnet.
Allerdings verlangt das Finanzamt für die Verspätung einen Zinsaufschlag.

Sonderabschreibung

Im Jahr der Anschaffung eines beweglichen abnutzbaren Wirtschaftsgutes oder in einem der vier Folgejahre nach der Anschaffung können kleinere und mittlere Unternehmen insgesamt 20% der Kaufsumme in einer Sonderabschreibung geltend machen. Innerhalb dieses Zeitraums kann die Verteilung der 20% frei gewählt werden – so können Sie z.B. im ersten Jahr 2%, im zweiten Jahr 9%, im dritten Jahr 7%, im vierten und fünften Jahr jeweils 1% geltend machen.

Sie schaffen im Jahr 2016 eine Photovoltaikanlage im Wert von 120.000 an, erwarten aber für 2017 einen größeren Gewinn aus anderen Einnahmen, den Sie steuerlich mindern wollen. Deshalb nehmen Sie für das Jahr 2017 die 20%-ige Sonderabschreibung von

120.000 € x 20% = 24.000 €

in Anspruch.

Nach Inanspruchnahme der Sonderabschreibung, spätestens aber zum Ende des Begünstigungszeitraumes von fünf Jahren muss die lineare Abschreibung über den Restbetrag neu berechnet werden. Im Beispiel:

Bei der Photovoltaikanlage im Wert von 120.000 €, die Sie im Jahr 2016 erstanden haben, können Sie jährlich 5% = 6.000 €. linear von der Steuer absetzen. Nach der Sonderabschreibung von vollen 20% = 24.000 € im Jahr 2017 bleibt ein Restbetrag von 96.000 €, für den Ihnen ab 2018 eine jährliche Abschreibung von

96.000 € x 5% = 4.800 €

verbleibt. Ihre jährliche Abschreibung verringert sich damit bereits nach einem Jahr um 1.200 €.

Wenn Sie dies vermeiden wollen, empfiehlt es sich, einen etwas geringeren Betrag in der Sonderabschreibung zu beanspruchen, z.B. 200 € oder 1% zurückzubehalten. Die Neuberechnung findet dann erst für das sechste Jahr der Abschreibung statt, im obigen Beispiel also erst im Jahr 2023.

Die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten erlauben Ihnen somit, in bestimmten Grenzen die Gewinnminderung durch Anschaffungskosten der Photovoltaikanlage in Jahre höherer steuerlicher Belastung zu legen – beziehungsweise, falls gegeben, in Jahre, in denen die Gewinnminderung Ihnen einen günstigeren Steuersatz verschafft.

Bedingungen

Bedingung für die Sonderabschreibung ist, dass ein Gewerbebetrieb besteht – durch die netzgekoppelte Photovoltaikanlage, mit der Sie Einnahmen erzielen, verfügen Sie über die notwendige Voraussetzung hierfür.
Das Anlagevermögen am Ende des Wirtschaftsjahres muss unter dem Betrag von 235.000 Euro liegen; das Wirtschaftsgut muss mindestens ein Jahr im Betrieb verbleiben (bei einer Photovoltaikanlage ist das anzunehmen), bis 2012 galt außerdem als Voraussetzung – auch für Vorsteuerabzug in voller Höhe und Investitions­abzugsbetrag -, dass die Photovoltaikanlage vorwiegend betrieblich genutzt wurde. Bei einer Privatentnahme von bis zu 10% war dies unproblematisch. Bei einer Entnahme von 10-50% des produzierten Solarstroms handelte es sich um „gewillkürtes Betriebsvermögen“, hier lag die Entscheidung beim einzelnen Finanzamt.
Mit der Einkommenssteuer-Richtlinie 2012 hat sich dies jedoch geändert. Eigenverbrauch wird seither nicht mehr als private Verwendung der Photovoltaikanlage gewertet, sondern als Sachentnahme. Steuerlich gilt die gesamte Solarstromproduktion nun als an den Netzbetreiber geliefert, der selbstverbrauchte Strom als Rücklieferung des Netzbetreibers. Daher ist auch bei Eigenverbrauch des selbsterzeugten Stroms über 10% der Vorsteuerabzug in voller Höhe möglich.

Eine Gewerbesteuer fällt übrigens für private Hausbesitzer, die eine Photovoltaikanlage betreiben, auch bei der Anmeldung eines Gewerbes i.d.R. nicht an, da der Jahresgewinn unter dem Freibetrag bleibt.
Die Gebühr liegt, je nach Gemeinde, bei 15 bis 65 €.

Abschreibung Photovoltaik: Im Beispiel

Frau Lichtnutz verfügt als leitende Angestellte einer Pianofabrik über ein gutes Gehalt. Sie hat einen Steuersatz von 42%. Im Juni 2016 ersteht Familie Lichtnutz eine große Photovoltaikanlage, die für insgesamt 32.000 € incl. Umsatzsteuer schlüsselfertig übergeben wird.
Das Finanzamt erstattet Frau Lichtnutz die Umsatzsteuer von

32.000 € / 119 x 19 = 5.109,24 €

zurück, die Lichtnutz’sche Netto-Investition liegt damit bei

32.000 € – 5.109,24 € = 26.890,76 €.

Von dieser Investition kann Frau Lichtnutz ihren Gewinn vor Steuern aus 2015 (!) um den Investitionsabzugsbetrag von

26.890,76 € x 40% = 10.756 €

mindern, ferner ihren aktuellen Gewinn vor Steuern im Jahr 2016 (!) um die Sonderabschreibung (0,5% behält Sie zurück, s.o.) in Höhe von

16.134,45 (26.890,76 – 10.756) € x 19,5% = 3.146,22 €.

Hinzu kommt für das erste Jahr der Anteil der jährlichen linearen Abschreibung von 5% für die sieben Monate Juni bis Dezember 2016:

16.134,45 € x 5% x 7/12 = 470,59 €.

Frau Lichtnutz spart also im ersten Jahr die Steuern für insgesamt

   10.756 €
+ 3.146,22 €
+   470,59 €
+ 14.372,81 €

Bei ihrem Steuersatz von 42% wären das (idealtypisch gerechnet – falls Frau Lichtnutz durch die Gewinnminderung in den Genuss einer niedrigeren Steuerstufe kommen sollte, stünde sie noch günstiger da; es kommt darauf an, ob und in welcher Höhe sie den Grenzsteuersatz erreicht hat):

14.372,81 € x 42% = 6.036,58 €.

Dies ist der Betrag, mit dem sich das Finanzamt bereits im Anschaffungsjahr an den Kosten der Photovoltaikanlage für Familie Lichtnutz beteiligen muss. (Dies hängt auch von dem Erreichen des Grenzssteuersatzes ab: Voraussetzung ist die entsprechende Einkommenshöhe bei Familie Lichtnutz.)

Nach dem selben Prinzip beteiligt sich das Finanzamt an den Kosten, die Frau Lichtnutz durch Fahrten, den Kauf einer Leiter und eines Sicherungssystems entstanden sind, mit gleichbleibenden 42%.

Solarzellen im Zusammenspiel

Zur individuellen Berechnung

46 Antworten auf Abschreibung Photovoltaik

  • GM sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren, die Darstellung ist gut verständlich aufgebaut. Frage: Wenn Frau Lichtnutz im Folgejahr einen Batteriespeicher für z.B. 10.000 € brutto für bestehende PV-Anlage dazukauft – wie würde sich das prinzipiell bzw. beispielhaft steuerlich auswirken?
    Danke
    GM

    • nau sagt:

      Hallo Herr Meyer,

      vielen Dank fürs Lob und Ihre hochinteressante Frage. Bei der umsatzsteuerlichen Behandlung von Solarstromspeichern sind zwei Fälle zu unterscheiden, wie dem äußerst hilfreichen Leitfaden „Hilfe zu Photovoltaikanlagen“ des Bayrischen Landesamts für Steuern zu entnehmen ist (S. 12ff).
      Fall 1: Er entspricht der von Ihnen beschriebenen Situation, in der der Solarstromspeicher nachträglich – nach Inbetriebnahme der PV-Anlage – gekauft wird. In diesem Fall gilt der Speicher als „eigenes Zuordnungsobjekt“. Der Vorsteuerabzug kann hier nur geltende gemacht werden, „wenn der gespeicherte Strom zu mindestens 10 % für unternehmerische Zwecke des Anlagenbetreibers verwendet wird (§ 15 Abs. 1 S. 2 UStG).“ (S.14)
      Auf das Beispiel von Frau Lichtnutz umgemünzt: Wird der gespeichert Strom nur privat genutzt – d.h. nicht ins Netz eingespeist und somit unternehmerisch verwendet (der Regelfall beim Stromspeicher) -, kann Frau Lichtnutz die Umsatzsteuer von rund 1.600 Euro nicht geltend machen.
      Fall 2: Erwirbt sie den Stromspeicher hingegen gemeinsam mit der PV-Anlage, werden Speicher und Anlage in umsatzsteuerrechtlicher Sicht zu einem „einheitlichen Zuordnungsobjekt“. Einfach gesagt: In diesem Fall könnte Frau Lichtnutz die Vorsteuer gelten machen. Einzige Voraussetzung: Mindestens 10% des in der PV-Anlage produzierten Stroms müssen unternehmerisch verwendet, also eingespeist werden. Da eine Eigenverbrauchsquote von über 90% nur in den seltensten Fällen erreicht wird, ist diese Bedingung meist erfüllt.

      Sonnige Grüße,
      N. Auer

  • Peter Berg sagt:

    Hallo Karl-Heinz,
    Das ging ja superschnell. Vielen Dank dafür. Das Rechenbeispiel hilft mir schon mal. Also kann ich im ersten Jahr sowohl die Sonderabschreibung und die lineare Abschreibung tätigen. Aber wie sieht es mit dem unentgeltlichen Vorteil aus. Wenn ich knapp 3000 kWh meines eigenen Stroms aus der PV-Anlage und dem Stromspeicher entnehme und der Strom meines Anbieters knapp 26 Cent netto kostet, wie hoch ist dann der Vorteil den ich in welcher Höhe bei meiner Einkommensteuerabrechnung mit angeben muss?

    Mit freundlichen Grüßen

    Peter Berg

    • nau sagt:

      Auch wenn wir wollen, wir dürfen Ihnen leider keine maßgeschneiderte Antwort geben. Das Grundprinzip ist aber folgendes. Für die Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch müssen Sie den Nettostrompreis zu Grunde legen, den Sie bei Ihrem Stromanbieter zahlen. Bei ihnen also 26 Cent. Für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde müssen sie 19% davon als Umsatzsteuer abführen.

      Bei der Einkommenssteuer haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Bemessungsgrundlagen. Die Details finden Sie im „Ratgeber des Bayrischen Landesamts für Steuern“, den wir in der Antwort auf Herrn Eggers Kommentar verlinkt haben.

      Dort steht auf Seite 34 u.a. „aus Vereinfachungsgründen kann auch die in der USt-Voranmeldung erklärte unentgeltliche Wertabgabe [für den Teilwert des selbstverbrauchten Stroms, sprich die Ust-Bemessungsgrundlage] übernommen werden.“ Damit es nicht zu einfach wird, ist „Dieser Teilwert …noch um die Umsatzsteuer für die unentgeltliche Wertabgabe zu erhöhen.“
      Einfacher ausgedrückt: Sie verwenden für die Einkommensteuer-Eigenverbrauch am besten dieselbe Bemessungsgrundlage wie für die Umsatzsteuer (also die 19% von den 26 Cent Nettostrompreis). Auf diesen Wert schlagen sie 19% Umsatzsteuer drauf und multiplizieren das Ergebnis mit ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz (bei 25% bspw. mit 0,25). Das ist der Einkommenssteuerbetrag, der auf jede kWh Eigenverbrauch zu zahlen wäre. Ich hoffe, wir konnten Ihnen damit weiterhelfen.

      Sonnige Grüße
      nau

  • Peter Berg sagt:

    Hallo
    Ich habe mir im April 2015 eine PV Anlage samt Speicher mit einer Leistung von weniger als 10 kWp installieren lassen. Für das Jahr 2015 ergaben sich folgende Werte: 5763 kWh Solarproduktion, 2605 Netzeinspeisung und 3158 kWh Eigenverbrauch. Für 2015 habe ich pauschal 40,- € als Einspeisevergütung per Voranmeldung versteuert. Geplant ist, mit dem Ausgleich 2015 20 Prozent Sonderabschreibung zu tätigen und dann Jahr für Jahr 5 Prozent. Der Strompreis beträgt knapp 26 Cent brutto und die Einspeisevergütung 13 Cent. Wie hoch wäre der unentgeltlich Wertausgleich, bzw. wie würde er sich errechnen.
    Mit freundlichen Grüßen

    Peter Berg

  • Karl-Heinz sagt:

    Hallo,

    wenn ich ihr Beispiel richtig verstanden habe, dann könnte ich also folgendes geltend machen:

    PV im März 2016 installiert z.B. 12000€
    Steuer wird erstattet: 1.916€ (bleiben noch 10084€)

    4033,60€ (40 % von10084€) kann ich mit Steuererklärung 2015 als Investitionsabzug geltend machen

    Dann die Sonderabschreibung von 1208,08€ (20% vom Rest 6040,40€) und die lineare Abschreibung von 5 % für 10 Monate (März-Dez), also nochmal 251,68€.

    Der Rest von 4580,64€ wird dann jährlich linear mit 5 % abgeschrieben.

    Ist das so korrekt oder habe ich irgend etwas falsch verstanden ?

    Vielen Dank für die Unterstützung.

    vg
    Karl-Heinz

    • hsf sagt:

      Nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr: So haben wir die aktuelle Rechtslage auch verstanden. Sollte Ihr Beispiel allerdings nicht nur ein Beispiel sein, sondern Ihr Fall, raten wir zum Steuerberater. Kleine Ausgabe, große Wirkung.
      Viel Erfolg!
      HSF

  • Sebastian Neubauer sagt:

    verschoben von /eigenverbrauch
    —–
    Hallo,
    wir haben eine ca. 4 kWp PV-Anlage Juli 2014 auf unserem Hausdach installiert, netzparallel und Eigenverbrauch. Kosten haben wir nicht von der Steuer abgesetzt.
    Da wir aber einen sehr hohen Stromverbrauch haben, nutzen wir die 4000 kWh fast ausschließlich für den Eigenverbrauch. Haben die Anlage bis jetzt noch nicht beim Finanzamt gemeldet sondern nur immer die Einnahmen aus der Einspeisung ins Netz.
    Meine Frage, müssen wir auf die knapp 3.500 kwh Eigenverbrauch dennoch Umsatzsteuer ans Finanzamt zahlen, da wir ja auch die Kosten der Anlage beim Finanzamt nicht geltend gemacht haben?
    Beste Grüße
    Sebastian N.

    • nau sagt:

      Hallo Sebastian,
      weil wir keine Steuerberater sind, müssen wir darauf hinweisen, dass wir nicht individuell beraten dürfen. Wir können deshalb nur pauschal antworten:
      »“Wird der Strom an einen Netzbetreiber verkauft, liegt aus steuerlicher Sicht grundsätzlich eine unternehmerische/gewerbliche Tätigkeit vor. Da Sie mit dem Verkauf von Strom eine unternehmerische/gewerbliche Tätigkeit aufnehmen, müssen Sie dies innerhalb eines Monats dem Finanzamt mitteilen … Diese schriftliche Mitteilung kann formlos erfolgen.
      Die Einnahmen aus der Stromeinspeisung einer PV-Anlage sind grundsätzlich auch einkommensteuer- und umsatzsteuerpflichtig – je nach gewählter Versteuerungsart kann es hier allerdings Ausnahmen geben.
      Mutatis mutandis gilt das auch für den Eigenverbrauch. Die Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch kann über den Weg der Kleinunternehmer-Regelung eingespart werden, Einkommenssteuer ist auf den selbst verbrauchten Strom aber immer zu zahlen.“«
      Sonnige Grüße,
      N. Auer

  • ME sagt:

    Hallo,
    im Beispiel für Frau Lichtnutz setzen Sie als Bemessungsgrundlage für AfA und Sonder-AfA die Netto-Anschaffungskosten an, obwohl Sie für das Vorjahr einen IAB mit 40% nutzen.
    Ist es nicht so, dass die Bemessungsgrundlage für AfA und Sonder-AfA sich im Anschaffungsjahr entsprechend auf 60% des Nettopreises verringert?
    MfG, ME

    • nau sagt:

      Hallo Herr Egger,

      vielen Dank für den Hinweis! Sie haben recht. Unter §7g 2 des Einkommensteuergesetzes ist für das Jahr, in dem die PV-Anlage angeschafft wird (Satz 1), folgende Abschreibungsregelung vermerkt:
      „… Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsguts können in dem in Satz 1 genannten Wirtschaftsjahr um bis zu 40 Prozent, höchstens jedoch um die Hinzurechnung nach Satz 1, gewinnmindernd herabgesetzt werden; die Bemessungsgrundlage für die Absetzungen für Abnutzung, erhöhten Absetzungen und Sonderabschreibungen sowie die Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Sinne von § 6 Absatz 2 und 2a verringern sich entsprechend.“
      Wir haben das Beispiel korrigiert und dabei auch aktualisiert.

      Sonnige Grüße,
      N. Auer

  • M. Egger sagt:

    Verschoben von /photovoltaik-faq
    —-

    Hallo,
    ich habe meine PV-Anlage mit 10kWp im April 2014 in Betrieb genommen – für Eigenverbrauch und Einspeisung gleichermaßen (ohne Speicher).
    Die Umsatzbesteuerung des Eigenverbrauchs ist mir nach wie vor nicht klar – bei Ihnen habe ich folgende Zeile gefunden:
    „Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuerabgabe für den Eigenverbrauch ist die Einspeisevergütung“.
    Könnten Sie mir bitte erläutern, wie ich den Wert des selbst verbrauchten Stroms für Einkommenssteuer und Umsatzsteuer zu berechnen habe?

    Mit freundlichen Grüßen, Manfred Egger

    • nau sagt:

      Hallo Herr Egger,
      vor dem Finanzamt gilt der Eigenverbrauch als unentgeltliche Wertabgabe (Umsatzsteuer) oder als fiktive Betriebseinnahme (Einkommenssteuer). Für die Berechnung der Umsatzsteuer gibt es seit 19. September 2014 eine Weisung des Bundeswirtschaftsministeriums (S4, ff). Seither gilt als Bemessungsgrundlage der Netto-Strompreis, den der Anlagenbetreiber – in dem Fall Sie – für seinen Strom bezahlt. Verlangt Ihr Stromversorger für eine Kilowattstunden Strom brutto bspw. 29 Cent, ergäbe das einen Nettostrompreis von 24,37 Cent (29 minus 19% MwSt.). Das wäre Ihre Bemessungsgrundlage für die Umsatzbesteuerung des Eigenverbrauchs (kaufen Sie keinen Strom zu, gilt der Preis des lokalen Grundversorgers).
      Für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde müssten Sie also 4,63 Cent Umsatzsteuer (19%) bezahlen (siehe dazu die auch Antwort an Herrn Klueh unten und die Diskussion zu unserem Artikel Eigenverbrauch).
      Leider hat sich dort im Zuge einer Aktualisierung die Formulierung zur alten Regelung eingeschlichen, bei der noch die Einspeisevergütung als Bemessungsgrundlage galt. Wir haben das jetzt wieder korrigiert.

      Kurz zur Einkommensteuer: Auch die muss auf den Eigenverbrauch abgeliefert werden. Die Berechnung ist allerdings komplizierter. Es gibt mehrere Bemessungsgrundlagen (Pauschalbetrag, Einspeisevergütung, Herstellungskosten), die angesetzt werden können; außerdem hängt die Berechnung vom jeweiligen Einkommensteuersatz, der Abschreibung, möglichen Zinsen u.v.a.m. ab. Das Bayrische Landesamt für Steuern gibt aber einen hilfreichen Ratgeber heraus (Einkommensteuer S. 33f).
      Damit Sie ein Gefühl für die Höhe der Einkommensteuer bekommen, vielleicht hier nur kurz die Zahlen aus unserer Beispielrechnung im Eigenverbrauchsartikel. Bei 40% Eigenverbrauch beträgt die Umsatzsteuer im ersten Jahr 99, die Einkommensteuer – bei einem Steuersatz von 25,69% – 24 Euro.

      Darüber hinaus ist noch zu beachten, dass bei Anlagen mit einer Leistung über 10 kWp auf den Eigenverbrauch die anteilige EEG-Umlage zu zahlen ist (2016 liegt der Anteil bei 35% der Umlage von 6,534 Cent).
      Ich hoffe, mit der Antwort konnten wir Ihnen weiterhelfen.

      Sonnige Grüße,
      N. Auer

  • Guhr sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    habe seit 1992 eine Photovoltaik 1,6Kwp.(1000 Dächer Programm).Bis jetzt habe ich
    die Anlage nicht angemeldet.Bei der damaligen Vergütung war das für mich Liebhaberei.
    Was für Probleme habe ich zu erwarten.Ich wünsche mir eine gute Info.
    Vielen Dank im Voraus,

    Mit freundlichen Grüßen
    W.G.

    • hsf sagt:

      Hallo Herr G.,

      bei allem Respekt: Und ich wünsche mir eine gute Frage. :-)
      Nein, Scherz beiseite – erst einmal herzlichen Glückwunsch, dass Sie schon 1992 zu den Klugen gehörten, die sich für die Photovoltaik entschieden. Das respektiere ich wirklich.
      In der Sache hier aber mir ist nicht ganz deutlich, wonach genau Sie fragen. Wenn Sie sagen, Sie haben die Anlage nicht angemeldet – bei der Bundesnetzagentur, beim Netzbetreiber, beim Finanzamt? Oder doch angemeldet – beim Netzbetreiber, wobei Sie die Einspeisevergütung kassiert haben, aber nicht bei der Steuererklärung, wobei Sie die kassierte Einspeisevergütung nicht versteuert haben?
      Nicht versteuerte Einnahmen – das wäre m.E. ein Vergehen.
      Ich kann Sie nur an einen Steuerberater oder Steueranwalt verweisen. Er (oder sie) wird Ihnen hoffentlich sagen, wie weit die Verjährung von angefallenen, aber nicht gezahlten Steuern zurückreicht und was Sie freiwillig nachmelden sollten.

      Erlauben Sie mir bitte dreieinhalb Bemerkungen dazu.
      Erstens sind wir hier weder Steuerberater noch -anwälte, wir dürfen gar nicht individuell beraten.
      Zweitens möchten wir das auch nicht, da wir, offen gesprochen, nichts davon halten, mit steuerlich zwielichtigen Verhaltensweisen – auch noch öffentlich hier in den Kommentar gestellt – das Image der Photovoltaik (weiter) zu belasten.
      Dazu kommt, dass Steuern deprimierend sein können, aber die öffentlichen Schwimmbäder unserer Städte, Autobahnen, gute Polizei-Arbeit, anständige Krankenhäuser, ausreichend ausgestattete Universitäten und z.B. die Aufnahme der Kunden und Steuerzahler von morgen in Form von Migranten oder auch die Versorgung von mittellosen Sozialhilfe-Empfängern etc. liegen uns durchaus am Herzen. Es gibt eben Aufgaben, die der private Sektor nicht oder nur unzureichend erfüllt. Steuern sind schmerzhaft, aber unverzichtbar.
      Drittens stehe ich manchen gesetzlichen Regelungen durchaus kritisch gegenüber – was für mich aber nicht heißt, dass man diese, die immerhin auf wie auch immer demokratischem Weg zustande gekommen sind, offen missachten sollte oder dürfte. Erinnern Sie sich an Churchill: „Die Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von allen anderen.“
      Ohne einen gewissen Respekt dem Gesetz gegenüber funktioniert sie allerdings nicht. Das gilt – leider – auch für das Steuergesetz.
      Die angekündigte halbe Bemerkung schließlich: Die Photovoltaik bringt ja durchaus bereits auf legalem Wege eine ganze Reihe von Steuervorteilen mit sich. Siehe oben. Eigentlich müsste das doch reichen? :-)
      Kurz – noch einmal: Bei allem Respekt! -, wir können die Hinterziehung von Steuern aus PV-Einnahmen weder vertreten noch wollen wir sie empfehlen.
      Zahlen Sie doch einfach Ihre Steuern nach, dann dürfte es auch keine Probleme geben.
      Soweit unsere m.E. in der Tat gute Info. Ob Sie sie allerdings als solche erkennen, das überlasse ich – respektvoll – Ihnen. MfG HSF

  • Christian sagt:

    Verschoben von /eigenverbrauch.

    Hallo sehr Verwirrend mit den Steuern für mich.
    Also meine Frage wäre wenn ich eine Anlage so wähle die zu meinen Jährlichen Verbrauch passt und ich nur einen Geringen Anteil an Überschuss einspeise bzw…dem Versorger den Überschuss dann auch noch schenke, insofern dies rechtlich möglich ist?
    Muss ich dann überhaupt noch Steuren dafür zahlen?
    Mfg…

    • hsf sagt:

      Hallo Christian,

      s. die Antwort von Herrn Auer auf die Frage von Herrn Klueh:
      „Die Einnahmen aus der Stromeinspeisung einer PV-Anlage sind grundsätzlich auch einkommensteuer- und umsatzsteuerpflichtig – je nach gewählter Versteuerungsart kann es hier allerdings Ausnahmen geben.
      Mutatis mutandis gilt das auch für den Eigenverbrauch. Die Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch kann über den Weg der Kleinunternehmer-Regelung eingespart werden, Einkommenssteuer ist auf den selbst verbrauchten Strom aber immer zu zahlen.“

      Viele Grüße
      hsf

  • Klueh sagt:

    Verschoben von Eigenverbrauch.

    Wie verhält es sich, wenn man darauf verzichtet die Anlage beim FiA anzumelden und damit auf die Erstattung der USt zu verzichten. ?

    Enfällt dann die Abschreibung?
    Zahlt man dann für den Eigenverbrauch auch die Einkommensteuer anteilig?
    Ist das Einkommen als solches auch analog anderer Einnahmen zu versteuern?
    Muss die vom Versorger gezahlte Umsatzsteuer abgeführt werden oder erhällt die Einspseisungsvergütung „Netto“.

    mfg
    D.Klueh

    • nau sagt:

      Hallo Herr Klueh,

      Auf die Meldung der PV-Anlage beim Finanzamt zu verzichten, ist keine gute Idee. Wir zitieren hier aus dem Ratgeber des Finanzamtes München, der dazu auf Seite 6 u.a. Folgendes sagt:

      „Wird der erzeugte Strom an einen Netzbetreiber verkauft, liegt aus steuerlicher Sicht grundsätzlich eine unternehmerische/gewerbliche Tätigkeit vor.
      Da Sie mit dem Verkauf von Strom eine unternehmerische/gewerbliche Tätigkeit aufnehmen, müssen Sie dies innerhalb eines Monats dem Finanzamt mitteilen … Diese schriftliche Mitteilung kann formlos erfolgen.“

      Grundlage dafür ist § 138 der Abgabenordnung (AO).
      Die Einnahmen aus der Stromeinspeisung einer PV-Anlage sind grundsätzlich auch einkommensteuer- und umsatzsteuerpflichtig – je nach gewählter Versteuerungsart kann es hier allerdings Ausnahmen geben.
      Mutatis mutandis gilt das auch für den Eigenverbrauch. Die Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch kann über den Weg der Kleinunternehmer-Regelung eingespart werden, Einkommenssteuer ist auf den selbst verbrauchten Strom aber immer zu
      zahlen (siehe den Ratgeber des Finanzamtes München S. 33f).

      Viele Grüße
      N. Auer

  • Melanie sagt:

    Verschoben von /eigenverbrauch

    Hallo an die Experten,
    wenn ich mir das so durchlese stellt sich für mich noch folgende Frage: lohnt sich der Vorsteuerabzug bei hohem Eigenverbrauch überhaupt bzw. lohnt es sich , nicht zum Kleinunternehmer zu optieren? Infolge des Eigenverbrauchs wird ja Quasi der Vorsteuerabzug in den Folgejahren korrigiert. Wenn ich Jährlich eine Umsatzsteuererklärung erstellen lasse und jedes Jahr Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch abführe, schrumpft doch der Vorsteuerabzugsvorteil ziemlich schnell ein, oder nicht? Ich würde sagen, der Aufwand lohnt nicht….

    • nau sagt:

      Hallo Frau Nitsche,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Betrachtet man den Eigenverbrauch für sich, ist die Kleinunternehmer-Regelung vorteilhafter, da dann auf den selbst verbrauchten Strom nur die Einkommenssteuer, aber nicht die Umsatzsteuer anfällt. Ob dieser Vorteil aber den hier nicht möglichen Vorsteuerabzug beim Anlagenkauf aufwiegt,
      der in der Regelbesteuerung möglich ist, kann nur von Fall zu Fall entschieden werden – am besten von einem Steuerberater.
      Das hängt nämlich unter anderem von der Eigenverbrauchsquote, vom Stromverbrauch, vom eigenen Haushaltsstrompreis, vom Anlagenpreis, von der eigenen steuerrechtlichen Situation etc. ab. Zudem gibt es auch noch die Möglichkeit, erst nach 60 Monaten in die Kleinunternehmer-Regelung zu wechseln.
      Alles in allem ein komplizierter Sachverhalt, bei dem es eines Experten bedarf.
      Und da wir keine Steuerberater sind, dürfen wir zu diesem Thema auch keine Ratschläge geben …

      Beste Grüße
      Norbert Auer

  • Landstreicher sagt:

    Habe eine PA auf einer Teilfläche meiner Scheune, ca. 25% der Fläche. Kann ich meine Ausgaben im Zusammenhang mit der Scheune auch nur zu 25% als Betriebsausgaben geltend machen. Muss ja überall „erhalten“ sonst kracht das Dach neben der PA mal ein?

  • Ulrich Altrup sagt:

    Hallo,

    kann ich renovierungskosten meines Kellers als Kosten der Photovoltaikanlage absetzen, sozusagen als Erhaltungskosten des Unterbaus oder so?

    • admin sagt:

      Dazu kann ich wenig sagen. Ich selbst würde – aus verschiedenen Gründen – nur die Kosten mit der PV-Anlage absetzen, die auch tatsächlich mit der PV-Anlage zu tun haben. Nicht nur, weil ich denke, dass steuerlicher Missbrauch dem Ruf der Photovoltaik überhaupt schadet.
      Haben Sie keine Möglichkeit, Ihre Handwerker-Rechnung anderweitig abzusetzen – z.B. als haushaltsnahe Dienstleistung? Fragen Sie ruhig einmal Ihren Steuerberater …

  • Besucher sagt:

    Guten Tag,

    ich habe im September 2014 ein Neubau von einem Bauträger erworben inkl. Photovoltaikanlage (PA). Wie ist hier die Steuerliche Situation, da ich keine gesonderte Rechnung für die PA erhalten habe?

    Vielen Dank im Voraus.
    Viele Grüße.

  • Besucher sagt:

    Vielen dank für die schnelle Antwort Herr Finke.

    Ich verstehe, ich hatte die Hoffnung auf eine Art Subvention durch Rückerstattung der MwSteuer. Kann man als Privatperson etwas von den Steuern bezüglich der PV-Anlage absetzen?

    • admin sagt:

      Gern!

      Ich würde allerdings wirklich empfehlen, – ggf. in Absprache mit Ihrem Steuerberater – über eine Gewerbeanmeldung nachzudenken.
      Viele Grüße!

  • Besucher sagt:

    Hallo,

    ich habe eine PV-Anlage im Jahr 2014 gekauft. Bekommt man die Umsatzsteuer nur dann zurückerstattet, wenn man die Anlage als gewerblich (und umsatzsteuerpflichtig) angemeldet hat?

    Ich danke Ihnen.

    • admin sagt:

      Hallo Herr Olave,

      als privater Konsument muss man die Umsatzsteuer immer zahlen – wie im Supermarkt, wenn Sie Joghurt kaufen. Aber vielleicht lohnt es sich für Sie bzw. hätte es sich gelohnt, mit Ihrer PV-Anlage ein Kleingewerbe anzumelden (allerdings weiß ich nicht, ob es jetzt nicht zu spät ist, die Umsatzsteuer zurückzufordern).
      Wie immer empfehle ich Rücksprache mit einem Steuerberater. Viele Steuerberater kennen sich inzwischen mit der Materie „Solaranlagen“ gut aus.
      Viele Grüße,
      Hanns-Stefan Finke

  • Jürgen Herzig sagt:

    Hallo,
    mir ist in diesem Jahr durch das Finanzamt nachträglich die Sonderafa aus dem Einkommensteuer 2012 gestrichen worden.
    Einspruch wurde eingelegt.
    Begründung des Finanzamtes. Es wurden nicht mehr als 90% für betriebliche Zwecke genutzt. Hatte einen sogenannte Selbstverbrauch von 11,8%.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jürgen Herzig

    • admin sagt:

      Hallo Herr Herzig,

      ja, leider ist es tatsächlich so, wie der Artikel sagt, dass das Finanzamt zwischen 10% und 50% der Entnahme zur Selbstnutzung des Solarstroms frei entscheiden kann, ob die PV-Anlage als Betriebsvermögen gewertet wird. Danach richtet sich die Sonderabschreibung.
      Dass allerdings schon bei 11,8% Entnahme so scharf entschieden wird, finde ich persönlich etwas hart.
      Viel Glück bei Ihrem Einspruch!

  • bea sagt:

    Hallo,
    das Finanzamt fordert die erstattet Umsatzsteuer der neu angeschafften Anlage von 06.2013 zurück, was tun? Der Betrag über 4000€ wurde bereits abgebucht.

  • Tom sagt:

    Habe ich das richtig verstanden : Sonderabschreibung geht nur mit einer Gewerbeanmeldung. Die lineare Abschreibung über 20 Jahre geht auch ohne.
    Kann ich das Gewerbe denn auch noch im zweiten Jahr des Betriebs der Anlage anmelden ?

  • Martina sagt:

    Habe seit 12/2011 eine Photovoltaikanlage. Habe sie gewerblich angemeldet, mache seitdem lineare Abschreibung über 20 Jahre. Das ist mir zu langwierig. Wie kann ich auf private Nutzung umstellen ???

    • admin sagt:

      Hallo, ich verstehe die Frage nicht. Sie wollen auf die Abschreibungsmöglichkeiten verzichten?

  • Schmidt sagt:

    Hallo,
    Wir haben seit 2010 unsere Pv Anlage. Bis 2012 hat der Stberater die Erklärung gemacht. Jetzt möchte ich sie selbst machen. Wir hatten im Jahr 2010 die Sonderabschreibung 20% komplett drin in und als Afa degressiv. Jetzt meine Frage, ist es sinnvoll, erst in die lineare Afa zu wechseln, wenn der Afa degressive Betrag unter den linearen geht, oder früher? Wenn der Afa Wechsel erfolgt, aus welchem Wert rechne ich die lineare Afa? Buchwert oder Anschaffungskosten? Vielen Dank und viele Grüße

    • admin sagt:

      Hallo,
      als Nicht-Steuerberater können (und dürfen!) wir die Auskünfte Ihres Steuerberaters nicht ersetzen. Möglicherweise weiß ein anderer User Rat. Meine unmaßgebliche Meinung ist allerdings, dass man angesichts der Summen, die man mit einer suboptimalen Steuererklärung verlieren kann, doch immer einen Steuerberater konsultieren sollte, wenn das möglich ist.
      Ich hoffe auf Ihre Verständnis, dass wir keine andere Auskunft geben können. Viele Grüße, HSF

  • Manfred Bucher sagt:

    Lieber Herr Finke,
    vielen Dank für Ihre Infos zu den Abschreibungsmöglichkeiten. Hoffe, dass das Finanzamt dieses mit Eigenbedarf > 10 % und Sachentnahme ebenso sieht. Nun meine Frage: Welchen Ertrag/Wert unterstellt das FA denn für den Eigenverbrauch – a) meine eigenen nackten Kosten in €/kWh (plus USt) oder b) den (Netz)Preis, den ich dem Netzbetreiber für Stromlieferungen bezahlen muß (also derzeit ~ 28 ct/kWh incl. UST) oder c) eine plausible Zahl dazwischen?
    Vielen Dank schon im Voraus für Ihre Hilfe!
    Mit freundlichen Grüßen
    M. Bucher

    • admin sagt:

      Lieber Herr Bucher,
      ich freue mich, wenn unsere Informationen Ihnen etwas bringen!
      Allerdings ändert die Bewertung der Solarstromerzeugung sich nicht nur in Öffentlichkeit und Energiepolitik, sondern auch in Steuergesetzgebung und Praxis der Finanzämter derartig schnell, dass es sich durchaus lohnt, einen Steuerberater hinzuzuziehen. Zumal die steuerliche und die gesetzliche Behandlung des Eigenverbrauchs in der geplanten EEG-Novelle ohnehin ab August neu geregelt werden.
      Derzeit allerdings betrachtet, soweit uns bekannt, das Finanzamt den Strom als zum Satz der Einspeisevergütung an den Netzbetreiber verkauft und zurückgekauft (ohne Gewähr). Die USt. ist dabei u.a. von Art, Größe, Alter Ihres Betriebes abhängig.
      Viele Grüße! HSF

  • eggert sagt:

    Hallo, unsere Solaranlage ist bereit 2009 erbaut, wir habe unsere 20% Abschreibung bereits abgeschrieben. Was kann ich jetzt in den weiteren Jahre abschreiben?
    Bis jetzt habe ich die Rechnung von einem Steuerberater machen lassen, fühlte mich aber letztes Jahr nicht richtig beraten,deshalb möchte ich die Abrechnung allein machen. Ich kenne mich etwas aus, in der Berechnung denn alle Zuarbeiten habe ich bis jetzt allein gemacht. Vielen Dank für Ihre Hilfe S.Eggert

    • hsf sagt:

      Hallo Herr oder Frau Eggert,

      wir dürfen ja keine Steuerberatung geben, darum nur ein ganz allgemeiner Hinweis: Wichtig ist, dass man am Ende der 20 Jahre auf 100% Abschreibung kommt.

      Am besten im Beispiel – wenn Sie 20% Sonderabschreibung in Anspruch genommen haben, außerdem bereits so und so viel Prozent jährlicher linearer Abschreibung verbraucht haben, sagen wir z.B. bei 3 Jahren (was bei Ihnen ja anders sein kann, ich spreche im Allgemeinen):

      Kaufpreis / 20 Jahre Abschreibungszeit x 3 Jahre = 15%

      – dann hätten Sie bereits 20% Sonderabschreibung plus 15% lineare Abschreibung = 35% vom Kaufpreis abgeschrieben.
      Wie im Beitrag oben beschrieben, müssen Sie im Jahr nach der Sonderabschreibung von 20%, spätestens aber nach 5 Jahren den Restbetrag neu berechnen. Was spricht jetzt dagegen, die übrigen 65% (100% minus die festgestellten 35%) zu nehmen und durch die noch verbleibenden 17 Jahre zu teilen?
      Damit kämen Sie in unserem Beispiel jetzt zu einem Abschreibungsbetrag von 65% / 17 = 3,82% des Kaufpreises (den Kaufpreis setzen Sie entweder netto an, wenn Sie die USt. als Gewerbebetrieb getrennt berechnen, sonst als Privatkonsument brutto).

      Übrigens haben wir im Kontakt mit unseren eigenen Steuerberatern festgestellt, dass die Materie dort immer schon bekannt ist – Solaranlagen sind bei den meisten Steuerberatern längst täglich Brot geworden, so dass Sie i.d.R. auch angemessen beraten werden können.
      Möglicherweise haben Sie zwischen 99 Guten den einen erwischt, der Sie nicht zufrieden stellen konnte. Ich würde deshalb aber nicht aufgeben – und bei Unklarheiten daher wieder einen Steuerberater aufsuchen.
      Zumal ja, wie gesagt, wir hier gar nicht beraten dürfen und auch keinerlei Gewähr für unsere Beispiele übernehmen können.
      Viele Grüße, hsf

  • Steuer-Biene sagt:

    Hallo Friedhelm Beckensträter: die Abschreibung kann man in der Anlage EÜR, die zur Einkommensteuererklärung gehört eintragen, da sie ja auch bei der Berechnung des Gewinns berücksichtigt wird. LG

  • Friedhelm Beckensträter sagt:

    Sehr geehrte damen und Herren,

    in welchen Steuerformularen und wo muss man die Abschreibung und die Kosten für eine Photovoltaikanlge eintragen?
    Vielen Dank

  • Detlev Bengel sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herrn,
    ich habe im Jahr 2012 eine Fotovoltaikanlage erworben.
    Da ich bald in Rente gehe stellt sich die Frage welche Abschreibungsvariante ist in meinem Fall die richtige?
    Investitionssumme 19.800€
    Ich bitte um eine kostenlose Info
    Mit freundlichen Grüßen
    Detlev Bengel

    • hsf sagt:

      Hallo Herr Bengel, ich würde gern, fürchte aber, dass wir Sie enttäuschen müssen – da wir keine Steuerberater sind, dürfen wir nicht beraten. Wenn man aber das Steuerspar-Potenzial bedenkt, lohnt sich ein Anruf bei Ihrem Steuerberater bestimmt. Ich hoffe auf Ihr freundliches Verständnis, viel Erfolg bei Ihrem Projekt! Hanns-Stefan Finke

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