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Lohnt sich Photovoltaik heute?

von Stefan Finke

Die Photovoltaikförderung der Bundesrepublik Deutschland, die Ein­speise­vergütung nach dem Erneuer­baren-Energien-Gesetz (EEG), wird monatlich angepasst. Die Kürzungen sind moderat – potenziellen Photovoltaik-Bauherren aber stellt sich die Frage:

Lohnt sich Pho­tovoltaik?
 Ist Photovoltaik auch 2016 rentabel?

Die Antwort gleich vorweg:
Ja, Photovoltaik lohnt sich auch 2016.
Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage bezahlt sich auch heute noch selbst; für Photovoltaikbauherren erwirtschaftet sie nach wie vor hohe Renditen.
Dies vor allem, wenn der Strom vom eigenen Dach selbst verbraucht wird: Selbstproduzierter Solarstrom ist heute nur noch halb so teuer wie Strom aus der Steckdose.

„Sonnenstrom vom eigenen Dach kostet nur noch die Hälfte dessen, was ein privater Energieverbraucher beim Energie­versorger bezahlen muss.“

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer BSW-Solar, zit.n. energiequellen.net

Im Folgenden rechnen wir Kosten, Ertrag und Rendite anhand zweier konkreter Beispiele – Hof Lichtern in Süddeutschland und Haus Sonnleitner in Norddeutschland – im Einzelnen durch. Dabei haben wir die Beispiele so gewählt, dass die Untergrenze der jeweils möglichen Renditen berechnet wird, also der Worst Case. Das heißt, im Regelfall werden die Ergebnisse weit übertroffen.

Falls Sie gleich erfahren möchten, ob und in welcher Weise die Photovoltaik sich individuell für Sie und die Lage Ihres Daches lohnt, empfehlen wir Ihnen unsere kostenlose & unverbindliche Berechnung:

Lohnt sich Photovoltaik auf Ihrem eigenen Dach?
Kosten, Ertrag & Rendite einer PV-Anlage für Sie

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Photovoltaik – Renditemaschine auf Ihrem Dach

Die Rendite einer Photovoltaikanlage wird nicht allein durch die Höhe der Einspeisevergütung bestimmt. Sie hängt neben der Förderung vor allem von folgenden vier Faktoren ab:

Hinzu kommt als externer Faktor der jeweilige Strompreis.
Er hat Lichterns und Sonnleitner auf unseren Beispielhöfen in der Vergangenheit oft genug unschöne Überraschungen bereitet.

Nach der Installation ihrer Photovoltaikanlage können die Anlagenbetreiber sowohl im Süden als auch im Norden der Republik zukünftigen Strompreis-Erhöhungen gelassener entgegensehen.
Je höher der Tarif, desto höher die Einsparungen durch den Eigenverbrauch ihres selbsterzeugten Solarstroms.

Förderung, Ertrag und Rendite Ihrer Photovoltaikanlage auf Ihren Dach:
Zur individuellen Berechnung

1. Der Eigenverbrauch

Lohnt sich Photovoltaik: v.a. durch Eigenverbrauch.

Je höher der Eigenverbrauch, umso höher die Rendite Ihrer Photovoltaikanlage

Der Eigen­verbrauch ist heute das Α und das Ω für eine hohe Rendite der Photo­voltaik­anlage. Mittler­weile näm­lich liegt der Strom­bezugspreis deutlich über der staatlich garantierten Ein­speise­vergütung:
2016 beläuft sich der Unterschied auf gut 16 Cent pro Kilo­watt­stunde.

Das heißt: Jede Kilo­watt­stunde, die nicht eingekauft werden muss, sondern aus der eigene Solar­strom­erzeugung gedeckt werden kann, bringt dem PV-Bauherrn Mehreinnahmen in Höhe von 16 Cent.

Wie groß dieser finanzielle Vorteil bei einer konkreten Photovoltaik-Anlage inzwischen ist, zeigt unser erstes Berechnungsbeispiel von Hof Lichtern in Süddeutschland.

Hohe Renditen

Analyse Stiftung Warentest hat in einer Analyse* der Fördersituation errechnet, dass Photovoltaik-Bauherren bei den gegenwärtigen Anlagenkosten von rund 1.400 €/kWp nach wie vor Renditen von rund 4% erzielen können.
Wird zusätzlich zur Vergütung des selbst erzeugten und eingespeisten Stroms auch der Eigenverbrauch erhöht, lassen die Renditen sich sogar steigern.

Das Fraunhofer Institut ISE (PDF)* kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Photovoltaik-Bauherren können bei Anlagenkosten von 1.600 €/kWp und einem Eigenverbrauch von 20% nach wie vor Renditen von bis um die 9% erreichen.
Hinein gerechnet sind die günstigen steuerlichen Bedingungen, welche die Investition in eine Photovoltaik-Anlage nachhaltig zur lukrativen Geldanlage machen.

Für Betreiber von PV-Anlagen auf dem eigenen Dach ist ein Eigenverbrauchsanteil von 30-40% durchaus möglich, für Gewerbetreibende mit größeren Solar­anlagen auch mehr – je nach Betriebsbedarf bis zu 100%.
Damit sind ebenfalls Renditen im zweistelligen Bereich zu erreichen.

Umweltrendite Somit liegt die finanzielle Rendite der Photovoltaik v.a. für Aufdachanlagen nach wie vor in Regionen, von denen beispielsweise die Inhaber von Sparbüchern oder Geldmarktkonten nur träumen können – von der Umweltrendite ganz zu schweigen.
Eine der Antworten auf die Frage „Lohnt sich Photovoltaik?“ lautet schließlich: „Ja! Und für die Umwelt auf jeden Fall!

Unabhängigkeit Photovoltaikanlagen sind aber nicht nur ein Gewinn für Umwelt und Familienetat, sie erhöhen auch Ihre persönliche Unabhängigkeit von den Energieversorgern und deren Strompreisgestaltung. Dabei gilt: Je höher der Eigenverbrauch, desto größer die Unabhängigkeit.
Steigern lässt sich der Anteil des Eigenverbrauchs mit einem Solarstromspeicher, wobei der Einbau von Speichern vom Bund großzügig gefördert wird.

Absicherung & Finanzierung Wird der Ertrag der PV-Anlage vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme an durch eine Photovoltaik-Versicherung abgesichert (vgl. Online-Berechnung hier), ergeben sich die hohen Chancen durch Ihre Investition in die Photovoltaik bei gleichzeitig verschwindend geringen Risiken für Ihre Finanzen.

Dies besonders, wenn Sie Ihre Photovoltaikanlage durch ein Darlehen finanzieren, wodurch Sie Ihr Vermögen schonen: PV-Darlehen sind sicher, daher besonders kostengünstig. Sollten Sie in den nächsten Jahren eine größere Anschaffung planen, z.B. eine Küche, einen Wagen oder eine große Reise, sollten Sie daher bevorzugt die PV-Anlage finanzieren und Ihr eigenes Kapital für die zusätzliche Anschaffung einsetzen – durch diese „Verschiebung“ vermeiden Sie den höheren Zinssatz für Küche oder Reise – und behalten den günstigeren Zinssatz der PV-Anlage.

* Externe Links öffnen sich in neuem Fenster.

Beispiel 1: Photovoltaikanlage in Augsburg

PV-Anlage auf einem süddeutschen Hofgebäude: Lohnt sich!

Beispiel: Hof Lichtern

Die Photovoltaikanlage von Hof Lichtern in Augsburg erbringt eine Leistung von 5 kWp, wird im Juni 2016 in Betrieb genommen und weist die folgenden Merkmale auf (sie entsprechen denen einer ordentlichen PV-Anlage, wie man sie derzeit auf dem Markt erhält – bessere Anlagen sind für den angesetzten Preis aber ebenfalls zu bekommen; die Rendite liegt dann natürlich dementsprechend höher).
Die Anlagenkosten der Lichtern’schen Photovoltaikinstallation liegen bei 1.400 €/kWp, die laufenden Kosten bei 2% des Anlagenpreises im Jahr bei einer Teuerung von 1%; ferner können die Lichterns mit einem mittleren Jahresertrag von 966 kWh/kWp, einer Degradation der Solarzellen von 0,25%, einem Haushaltsstrompreis für Juni 2016 von 29 ct/kWh, einer Energiepreis-Teuerung von 3% jährlich und einer Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik-Anlagen (EV) von 12,31 ct/kWh rechnen.

Mit diesen Werten erzielen sie nun je nach Eigenverbrauchsanteil die nachstehende Rendite:

Photovoltaikanlage in AugsburgBei 0 % EigenverbrauchBei 40 % Eigenverbrauch
Gesamteinnahmen EV in der Laufzeit
(und pro Jahr im Durchschnitt)
11.986€ (585€)7.225€ (352€)
Stromersparnis über die Laufzeit (und p.a.)15.478€ (755€)
Gesamteinnahmen (p.a.)11.986€ (585€)22.703€ (1.107€)
Gesamtkosten10.187€
Überschuss 1.799€12.516€
Objektrendite vor Steuern2,22% p.a.9,46% p.a.
Beispiel: Objektrendite nach Steuern (s.u.*)1,69% p.a.9,25% p.a.

Für Spezialisten, die es genauer wissen möchten: Vgl. *Berechnungsgrundlagen unten.

Preise, Förderung, Ertrag und Rendite einer Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach:
Zur unverbindlichen und kostenlosen Berechnung

2. Der Anlagenpreis

Photovoltaik: Preise sinken weiter

Der Preis ist ein wichtiger Faktor der PV-Rendite

Schlüsselfertig in­stal­lier­te Solar­strom­anlagen sin­ken aufgrund technischer Weiter­entwicklungen auf der gesamten photo­­voltai­schen Wert­­schöpfungs­­kette seit Jahren im Preis. Dies ist – neben den stei­genden Erspar­nissen bei selbst genutztem Solarstrom – der Grund, warum trotz regelmäßiger Kürzungen der Solarförderung die Photovoltaik sich lohnt.
Musste der Nachbar von Hof Lichtern, Bauer Solhuber, für eine PV-Anlage im vierten Quartal 2006 noch rund 4.800 €/kWp bezahlen, liegt der Preis im zweiten Quartal 2016 durchschnittlich bei etwa 1.400 €/kWp. Im Vergleich zum 2. Quartal 2015 sind die Preise im Schnitt um rund 250 € gesunken – der Markt hat damit die Kürzungen der Einspeisevergütung im Bereich weniger Cent pro Monat für jedes Kilowatt Leistung bereits eingepreist.
In einem Gespräch mit Frau Lichtern, die in einem Steuerberatungsbüro arbeitet, wird Herrn Lichtern klar, dass Zuwarten zwar keine höhere Rendite bringt – allerdings ist ein späterer Start auch nicht gleichbedeutend mit Rendite-Ausfall: Die dann zu erwartende Rendite wird nur von Monat zu Monat geringfügig niedriger ausfallen, immer aber attraktiv bleiben.
Das Ehepaar Lichtern lässt sich nun aus dem genauen Vergleich die besten Angebote errechnen. Wie der Anlagenpreis die Rendite von Hof Lichtern beeinflusst, wird aus diesem Berechnungsbeispiel deutlich:

Beispiel 2: Photovoltaikanlage in Augsburg mit unterschiedlichen Preisen

Photovoltaikanlage in Augsburg bei 40% EigenverbrauchBei 1.400 €/kWpBei 1.250 €/kWp
Gesamteinnahmen EV in der Laufzeit
(und pro Jahr im Durchschnitt)
7.225€ (352€)
Stromersparnis über die Laufzeit (und p.a.)15.478€ (755€)
Gesamteinnahmen (und p.a.)22.703€ (1.107€)
Gesamtkosten10.187€9.097€
Überschuss12.516€13.605€
Objektrendite vor Steuern9,46% p.a.11,32% p.a.
Beispiel: Objektrendite nach Steuern9,25% p.a.10,96% p.a.

Ein Anstieg in der Rendite zeigt sich durch den günstigeren Anlagenpreis auch, wenn Familie Lichtern auf den Eigenverbrauch verzichtet. Ohne Eigenverbrauch liegt die Rendite aber um einiges niedriger:

Photovoltaikanlage in Augsburg bei 0% EigenverbrauchBei 1.400 €/kWpBei 1.250 €/kWp
Gesamteinnahmen in der Laufzeit
(und pro Jahr im Durchschnitt)
11.986€ (585€)
Gesamtkosten10.187€9.097€
Überschuss 1.799€ 2.888€
Objektrendite vor Steuern2,22% p.a.3,87% p.a.
Beispiel: Objektrendite nach Steuern1,69% p.a.2,98% p.a.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach? Preise, Förderung, Ertrag und Rendite:
Individueller Photovoltaik Rechner

3. Die Fremdfinanzierung

Bei einem hohen Eigenverbrauchsanteil ist die Rendite einer PV-Anlage auch dann noch attraktiv, wenn sie teilweise oder zur Gänze fremdfinanziert wird. Hier wird die PV-Anlage der Lichterns zum Vergleich zunächst mit einer Finanzierung mit einem durchschnittlichen Solarkredit und dann mit einer 50- bzw. 100-prozentigen Eigenkapitalquote durchgerechnet.

Die Rendite, bezogen auf das eingesetzte Kapital, ist hochattraktiv, da die PV-Anlage sich über die Einspeisevergütung und eingesparte Stromkosten selbst bezahlt – und einen Überschuss erwirtschaftet. Bei einer 100%-Finanzierung ist der Ertrag absolut, da ohne eingesetztes Eigenkapital keine Bezugsgröße für prozentuale Zinsen existiert.

Beispiel 3: Die Photovoltaikanlage der Lichterns in Augsburg fremdfinanziert

Photovoltaikanlage in Augsburg – 40% Eigenverbrauch, 1.250 €/kWp 50% Finanzierung Solarkredit100% Finanzierung Solarkredit
Eingesetztes Eigenkapital 3.125€ 0€
Gesamteinnahmen EV in der Laufzeit
(und pro Jahr im Durchschnitt)
7.225€ (352€)
Stromersparnis über die Laufzeit (und p.a.)15.478€ (755€)
Gesamteinnahmen (und p.a.)22.703€ (1.107€)
Gesamtkosten 9.516€ 9.931€
Überschuss13.187€12.772€
Kapitalrendite vor Steuern12,81% p.a.15,87% p.a.
Beispiel: Kapitalrendite nach Steuern12,59% p.a.15,73% p.a.

Lassen Sie uns kostenlos eine Photovoltaikanlage für Ihr Dach berechnen:
Zur individuellen Berechnung

4. Die jährliche Strahlungsmenge und der mittlere Ertrag

Wo lohnt sich Photovoltaik am ehesten? Karte regionaler Unterschiede

Zum Vergrößern bitte anklicken - SolarGIS © GeoModel Solar s.r.o.

Die verfügbare Solar­strahlung ist in Deutschland nicht an jedem Ort gleich: Sie ist in Süddeutschland höher als in West­deutschland und auf dem Berg höher als im Flachland: Je näher der Ort am Äquator, desto steiler der Einfallswinkel der Sonnen­strahlen: Desto höher ihre Kraft. Je höher der Ort der PV-Anlage, desto dünner ist die bremsende Atmosphäre darüber – und desto kräftiger die Solarstrahlung.
In Deutschland mit seiner Nord-Süd-Aus­deh­nung, seinen Mittelgebirgen und Bergen schwankt die jährlich verfügbare Strah­lungs­menge deshalb je nach Standort zwischen 950 kWh/m² und 1250 kWh/m².

Je nach technischen Leistungs­merk­malen der gewählten Photo­vol­taikanlage er­gibt sich nun aus der jährlichen Strahlungsmenge vor Ort der mittlere Jahresertrag – entscheidend für die selbsterzeugte Strommenge, die verbraucht oder verkauft werden kann.


Beispiel 4: Photovoltaikanlagen in Augsburg und Schwerin

Um den Einfluss der lokal verfügbaren Strahlungsmenge (und den daraus erzielten mittleren Jahresertrag) zu verdeutlichen, wechseln wir für die letzten beiden Beispiele zur Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses von Ehepaar Sonnleitner. Wir wechseln vom ländlichen Hof im Umland Augsburgs in ein städtisches Viertel von Schwerin: Der zu erwartende mittlere Jahresertrag sinkt von 966 kWh/kWp auf 860 kWh/kWp. Auch hier die Frage: Lohnt sich Photovoltaik noch?

Die Tabelle zeigt: Ja.

Photovoltaikanlagen in Augsburg und Schwerin – 40% Eigenverbrauch, 1.250 €/kWpAugsburg/BayernSchwerin/Mecklenburg-Vorpommern
Gesamteinnahmen EV in der Laufzeit
(und pro Jahr im Durchschnitt)
7.225€ (352€) 6.434€ (314€)
Stromersparnis über die Laufzeit (und p.a.) 15.478€ (755€) 13.800€ (673€)
Gesamteinnahmen(und p.a.)22.703€ (1.107€)20.234€ (987€)
Gesamtkosten9.097€
Überschuss12.516€ 11.137€
Objektrendite vor Steuern11,32% p.a. 9,41% p.a.
Beispiel: Objektrendite nach Steuern10,96% p.a. 9,21% p.a.

Beispiel 5: Photovoltaikanlage in Schwerin fremdfinanziert

Dieselbe Photovoltaikanlage, mit einem durchschnittlichen Solarkredit fremdfinanziert.

Photovoltaikanlage in Schwerin – 40% Eigenverbrauch, 1.350 €/kWp 50% Finanzierung Solarkredit100% Finanzierung Solarkredit
Eingesetztes Eigenkapital 3.125€ 0€
Gesamteinnahmen EV in der Laufzeit
(und pro Jahr im Durchschnitt)
6.434€ (314€)
Stromersparnis über die Laufzeit (und p.a.)13.800€ (673€)
Gesamteinnahmen (und p.a.)20.234€ (987€)
Gesamtkosten 9.516€ 9.931€
Überschuss10.718€10.303€
Kapitalrendite vor Steuern10,41% p.a.12,50% p.a.
Beispiel: Kapitalrendite nach Steuern10,38% p.a.12,16% p.a.

Photovoltaik: Lohnt sich!

Fazit: Die Beispiele von Hof Lichtern und dem Haus der Sonnleitners zeigen, dass sich mit der Photovoltaik nach wie vor hohe Renditen erzielen lassen – selbst wenn man die Umweltrendite (Stichwort: Klima) und den Gewinn an persönlicher Unabhängigkeit außer Acht lässt.
Entscheidend für die gute finanzielle Rendite ist vor allem ein hoher Eigenverbrauch.

Photovoltaikanlagen erwirtschaften gute Renditen

Die Sonne geht weiterhin auf – und die Solarstromerzeugung lohnt sich weiterhin

Wir raten da­her sowohl Fa­milie Lichtern als auch Ehepaar Son­nenschön zu einem ho­hen Eigen­ver­brauch des selbst­erzeug­ten Solar­stroms – auch bei Anlagen > 10 kWp.
Durch die Ersparnis im Stromzukauf bleibt der Eigenverbrauch der zentrale Faktor für die Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaik-Anlage. Der Haushaltsstrompreis liegt in Deutschland gegen­wärtig (Stand 2. Quartal 2016) bei durchschnittlich rund 29 ct/kWh. Jede selbsterzeugte und selbst verbrauchte Kilowattstunde lohnt sich daher deutlich: Der Einspareffekt liegt nicht nur weit über dem zu erwartenden Selbst­ver­marktungspreis, die Einnahmen aus dem Eigenverbrauch sind mittlerweile auch gut doppelt so hoch wie aus der gesetzlichen Vergütung für die Einsparung ins Netz – somit übersteigt der Gewinn durch die vermiedenen Kosten des Stromzukaufs alle anderen Einnahme-Arten der Photovoltaikanlage.

PV-Anlage: Haus in Norddeutschland

Haus Sonnleitner

Wir empfehlen daher überall dort, wo es möglich ist, einen Eigenverbrauchsanteil von 40% oder mehr.

Wichtig für die Rendite ist zudem die günstige Anschaffung. Allerdings sollte dabei stets die Qualität der PV-Module und des Wechselrichters (rund 15% der Kosten) im Auge behalten werden.

So lässt sich die Frage „Lohnt sich Photovoltaik?“ also be­ant­worten:
Mit einem hohen Eigen­verbrauchs­anteil und hochwertigen Modulen lohnt sich Photovoltaik ganz klar – ungeachtet dessen, ob sie mit eigenen Mitteln oder teilweise bzw. zur Gänze über einen Kredit finanziert wird.

Dies gilt, wie das Beispiel von Haus Sonnleitner in Mecklenburg-Vorpommern zeigt, nicht nur für Photovoltaik­anlagen im Süden, sondern auch hoch im Norden Deutschlands. Hier ist ein hoher Eigenverbrauchsanteil und der preiswerte Einkauf bzw. eine kostengünstige Montage der Photovoltaikanlage aber noch wichtiger – jedoch auch leichter möglich – als in den zwar etwas teureren, aber auch ertragsreicheren Regionen im Süden.

Berechnen Sie, wie die PV sich lohnt!

* Für Spezialisten: Die Performance Ratio der PV-Anlagen wird mit 0,76 angesetzt; die Solargeneratoren sind jeweils nach SO ausgerichtet und um 30° geneigt, bei direkter Südausrichtung lassen sich sogar höhere Erträge erzielen. – Die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer des Eigenverbrauchs ist der Nettostrompreis.
Unsere Beispielberechnungen „nach Steuern“ basieren auf einem persönlichen Steuersatz von 25,69%. Die hier ermittelten Renditen sind in den eigenfinanzierten Berechnungsbeispielen Objektrenditen, in den Beispielen mit Fremdfinanzierung Kapitalrenditen. Die Objektrendite ändert sich hier nicht.

(Alle Angaben ohne Gewähr.)

Solarzellen im Zusammenspiel


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9 Antworten auf Lohnt sich Photovoltaik heute?

  • Ilona sagt:

    Hallo,
    wir haben seit 2011 eine Photovoltaikanlage, die zu 100 % auf 10 Jahre finanziert wurde.
    Seit 2014 müssen wir immer Privateinlagen auf das Geschäftskonto machen, um das Konto nicht zu überziehen. Bei der EÜR kommt immer ein Gewinn heraus, obwohl wir mit den Einlagen eigentlich einen Verlust haben. Das heißt wir versteuern noch den Gewinn, obwohl wir einen Verlust haben. Ist das korrekt?
    Mit freundlichen Grüßen
    Ilona

    • hsf sagt:

      Hallo Ilona,
      das klingt furchtbar – und sogar ein bisschen unwahrscheinlich. Sind Sie sicher, dass Sie nicht bei einer Anti-Solar-Guerilla-Kampagne mitarbeiten?
      Denn – Verlust, mit der PV-Anlage, und das mit den Fördersätzen von 2011?
      Wenn das wirklich stimmt, sind ganz offensichtlich schwere Fehler beim Set Up gemacht worden.
      In Ihrem Fall empfehlen wir so dringend wie bisher eigentlich noch nie, zum Steuerberater zu gehen. Hier muss – sehr – dringend der Spezialist ran.

      Viele Grüße, HSF

  • Pingback: Braunkohle, Forum | EnWiPo Energie­Wirtschaft­Politik

  • v jagemanne sagt:

    moin,
    man liest nur über die teure , weder umweltfreundliche noch dauerhafte
    akku-speicherung.
    ist es technisch so unmöglich, die bewährte
    feststoffspeicherung
    z.b. der allmählich ausgemusterten nachtspeicheröfen aufzugreifen , wenn es vor allem um wärme und weniger um arbeitsstrom geht ?
    freundliche grüße
    v jagemann

  • Christoph Klein sagt:

    Hallo Herr Finke,

    könnten Sie erläutern, wie Sie für einen Standort ausgehend von der jährlichen Strahlungsmenge [kWh/m²] die mittlere Ertragsmenge [kWh/kWp] berechnen?
    Bei meiner Bestimmung gehe ich von von der Strahlungsmenge (bspw. aus PVGIS ermittelt) aus, wobei hier schon Ausrichtung und Neigung der Module vorgegeben werden müssen, und erhalte unter Einbeziehung von Fläche und Wirkungsgrad der Module den idealen Ertrag. Unter Berücksichtigung der Performance Ratio der Anlage erhalte ich den realen Ertrag. Diesen beziehe ich auf die Anlagenleistung [kWp] und erhalte die Ertragsmenge. Ich komme aber auf deutlich kleinere Werte als die, die Sie angeben, deswegen würde mich Ihre Berechnung interessieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Christoph Klein

  • Judith Braband sagt:

    Frage zur Abregelung – verschoben auf Abregelung – Der Admin

  • Alfred Geist sagt:

    Hallo,
    ich wollte Ihren Photovoltaik-Rechner nutzen und habe auf Ihrem Formular sämtliche erforderlichen Angaben angegeben, so auch meine Email-Adresse. Nachdem ich dann den Button „Zur individuellen Berechnung“ benutze, erschien auch bei wiederholten Versuchen
    die Meldung, dass das Formular nicht korrekt ausgefüllt ist – rot umrandet war immer meine Email-Adresse, die aber korrekt war. Was habe ich falsch gemacht? Ich würde gerne eine solche Berechnung haben. Mit freundlichen Grüßen
    Alfred Geist

    • admin sagt:

      Guten Abend, Herr Geist,

      danke Ihnen für die Rückmeldung!
      Das Problem ist mir völlig unverständlich – offensichtlich lehnt die Software eine Adresse mit einem Punkt vor dem @ ab. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele wohlmeinende Interessenten das schon abgeschreckt hat … Vielen Dank, dass Sie drangeblieben sind und bescheid sagen!
      Ich mache mich sofort an die Reparatur des Problems. Bis dahin entschuldige ich mich für die Unannehmlichkeiten, die das Problem verursacht hat.

      Stefan Finke

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