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Photovoltaik –
häufig gestellte Fragen

von Stefan Finke

Photovoltaik: Fragen und Antworten.

Haben Sie eine Frage?

Hier antworten Ihnen unsere Experten! In diesem neuen Service, den wir in Zusammenarbeit mit der Deutschen Auftragsagentur (Haus & Co) entwickelt haben, wird Ihre Frage in unserem internen Netzwerk veröffentlicht, dem rund 20.000 Fachbetriebe verschiedener Gewerke bundesweit angeschlossen sind.
So erhalten Sie, wie immer bei PVS Solarstrom , kompetent und schnell eine Antwort aus berufenem Munde.
Wie bei uns ebenfalls üblich, ist auch dieser Infoservice kostenlos und unverbindlich.

Also: Stellen Sie einfach Ihre Frage, wir senden Ihnen so schnell wie möglich unsere Antwort per E-Mail !

Was ist Photovoltaik?

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Photovoltaik.

Photovoltaik: Definition

Photovoltaik oder PV ist die Erzeugung von Strom aus Licht – dabei nutzen Sie die unbegrenzte Kraft der Sonne, um sich mit Energie zu versorgen.
Dies hat weitreichende Implikationen – je nachdem, ob Sie es unter physikalisch-technischen, finanziellen, energie- oder umweltpolitischen Gesichtspunkten betrachten.

Finanzielle Aspekte

Die finanziellen Gesichtspunkte, die (mögliche) Photovoltaikbauherren interessieren, erläutern wir ausführlich in dieser FAQ unter Welche Vorteile hat die Photovoltaik für mich?, Welche Förderungen gibt es? und Lohnt sich die Photovoltaik? sowie auf den jeweils verlinkten Unterseiten.

  • Die Zahlen, Preise, Kostenberechnungen, Förderungen und Renditen in diesen Beiträgen werden monatlich aktualisiert und neu berechnet.

Solarphysik

Das photovoltaische Prinzip
Um die photovoltaische Energiegewinnung unter dem Gesichtspunkt der Solarphysik etwas genauer zu beschreiben: Im Siliziumkristall der Solarzelle geben Lichtquanten ihre Energie an die Elektronen des Empfängermaterials ab. Das Silizium ist ein Halbleiter – es leitet nur unter bestimmten Voraussetzungen (eben „halb“). Die einschlagenden Lichtquanten erhöhen das Energieniveau der Elektronen – damit sind die Voraussetzungen für die Leitfähigkeit des Materials der Solarzelle geschaffen. Die Elektronen geraten in Bewegung und verlassen ihre ursprüngliche atomare Bindung (der sogenannte innere Photoeffekt): Im Kristallgitter des Siliziums entstehen energetische „Löcher“. Die Solarphysik spricht hier von Elektronen-Loch-Paaren. Diese Paare werden getrennt – und um sich wieder in einem vollständigen Atom zu vereinigen, streben Leerstelle und Elektron zueinander. Dabei nehmen die Elektronen den weiten Umweg über die Stromleitung in Kauf – mit anderen Worten: Der Strom fließt.

  • Mehr über den photoelektrischen Effekt, das Elektronen-Loch-Paar und viele andere Einzelaspekte der Solarphysik finden Sie in unserem Photovoltaiklexikon.

Technologie der Photovoltaik

Aufbau der Photovoltaikanlage
Technologisch ist dies durch das Zusammenspiel der Solarzellen im Photovoltaikmodul und das Zusammenbinden mehrerer Module zu einem Photovoltaikgenerator auf dem Dach gelöst. Dieser liefert den Strom an den Wechselrichter – der seinen Namen von der Umrichtung des Gleichstroms aus dem Generator in Netz-kompatiblen Wechselstrom hat; als Netzeinspeisegerät (NEG) übt er jedoch meist mehrere Funktionen aus, so als Zähler, Kontroll- und Protokollgerät sowie als Schnittstelle zum Computer des Betreibers.
Im Generator werden i.d.R. einige Modul-Elemente innerhalb einer Gruppe in Reihe geschaltet, um eine höhere Stromspannung zu erzeugen; an den Generator können mehrere Gruppen parallel angeschlossen werden. Vom Wechselrichter/NEG aus wird der Strom über Kabel innerhalb des Hauses/Hofs an den Verbraucher, an die Speicher-Einheit bzw. an den Netzbetreiber geliefert.

Photovoltaik-Politik

Die Positionen der Debatte
Die energie- und umweltpolitische Debatte, die seit Jahren in Bundestag, Parteien, Enquete-Kommissionen und Öffentlichkeit tobt, hat inzwischen ein Ausmaß erreicht, das sich schwer zusammenfassen lässt. Im Kern finden wir drei Positionen:

  • Auf Seiten der Vertreter konventioneller Energien, denen durch die Verbreitung der Stromerzeugung in privater Hand die Felle wegschwimmen, herrscht die konservative Ablehnung der dezentralen Photovoltaik vor. Dabei werden gern die Kosten ins Feld geführt – was beliebt ist, aber fehlerhaft: Solarstrom aus Photovoltaikanlagen ist günstiger als der Tarifstrom aus dem Netz.
  • Vertreter einer umweltorientierten, fortschrittlicheren Position sprechen sich für einen raschen Ausbau der Photovoltaik in großem Stil aus – gerade jetzt, da der Solarstrom billiger geworden ist als Haushaltsstrom. Sie haben lange Zeit übersehen, dass der Solarstrom sich schlecht zwischenspeichern ließ und daher zu den Verbrauchszeiten am Abend oder in der Nacht nicht zur Verfügung stand. Zum Glück ist dieses Problem heute behoben – intelligente Speicherlösungen existieren, wenn auch noch etwas teuer.
  • Zwischen beiden Haltungen besteht – in verschiedenen Spielarten und graduellen Abstufungen – eine dritte, die grundsätzlich für umweltgerechte Energieerzeugung ist, aber den Übergang langsamer gestalten will. Das Ergebnis dieses Kompromisses ist leider oft, dass die Entwicklung abgebremst wird – was der PV-Industrie, aber auch der weiteren Entwicklung der Energieerzeugung in Deutschland schadet.

Welche Vorteile hat die Photovoltaik?

PVA-Bau: Photovoltaik-Vorteile.

Was für die Photovoltaik spricht

Die Photovoltaik ist die sauberste aller Energieformen. Die zur Herstellung einer Photovoltaikanlage aufgewandte Energie wird innerhalb eines Betriebsjahres zurückgeliefert (energetische Amortisation). Die Photovoltaik arbeitet:

  • anders als Kohle, Öl oder Windkraft ohne Landschaftsverbrauch,
  • anders als Biogas und KWK ohne die Erzeugung von CO2,
  • anders als Biosprit, ohne Nahrungsmittel-Ressourcen für die Energieerzeugung zu verbrauchen,
  • anders als Atomkraft ohne Strahlung,
  • anders als Gas, Öl, Kohle, Atom ohne Verbrauch begrenzter Ressourcen.

Verfügbarkeit
Der Grundstoff von Photovoltaikanlagen, das Silizium, wird aus Sand hergestellt – der ist weltweit praktisch unbegrenzt verfügbar.
Solarstrom ist vor Ort verfügbar. Das heißt auch: Strom aus Photovoltaikanlagen kann lokal hergestellt und verbraucht werden. D.h. er wird über Nieder- und Mittelspannungsnetze übertragen – und hat nichts zu tun mit dem derzeitigen Netzirrsinn, der Hochspannungs-Stromschneisen über Hundert von Kilometern längs durch Deutschland schlagen will.

  • Einmal installiert, produzieren Photovoltaikanlagen Strom für Jahrzehnte.

Und welche Vorteile hat die Photovoltaik für mich?

Photovoltaikanlage: Vorteile für die Bauherren.

Welche Vorteile Sie aus der PV ziehen können

Wie viel Geld Sie mit der Photovoltaik einnehmen bzw. können, zeigen wir unter Lohnt sich Photovoltaik? Die Zahlen werden monatlich aktualisiert, neu durchgerechnet und bewertet. So können Sie sicher sein, dass die Informationen dort jederzeit auf dem aktuellen Stand sind. Immer noch bezahlt eine Photovoltaikanlage sich selbst. Ihr Preis amortisiert sich innerhalb weniger Jahre.
Die Vorteile sind aber nicht nur finanzieller Natur.

Gibt es noch andere Vorteile?

Nachfrage: Inwiefern ist Photovoltaik über den finanziellen Vorteil hinaus gut für mich?

  • Sie tun etwas für das Klima, die Umwelt (vgl. PV-Vorteile allgemein), und damit unmittelbar für Ihre Lebensumgebung.

Sauberkeit
Der Energieaufwand, der zur Herstellung, zum Transport und zur Installation sowie in einigen Jahrzehnten zur Entsorgung Ihrer Photovoltaikanlage notwendig ist, spielt sich innerhalb eines knappen Jahres wieder ein. Danach produziert die PV-Anlage Strom im Plus: CO2-frei, zu geringen Kosten, ohne Abraum, überdimensionierte Stromtrassen oder anderen Landschaftsverbrauch. Ihre Atemluft wird es Ihnen danken.

Unabhängigkeit
In erster Linie aber macht die Photovoltaik Sie unabhängig – unter anderem von dem Tarifdiktat konventioneller Energieversorger (EVUs). Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage ist nicht nur kostengünstiger als aus dem Netz bezogener Tarifstrom – er ist auch ohne Umwege verfügbar. Seit dem Frühjahr 2016 werden Speicherlösungen wieder staatlich bezuschusst – damit können Sie sich zu jeder Zeit, auch nachts, mit Ihrem Solarstrom versorgen (Details dazu im Abschnitt PV-Förderung).

  • Somit sind Sie mit der Photovoltaik nicht nur von den EVUs unabhängig, sondern auch unabhängig von Wetter, Tages- und Jahreszeit.

Welche Nachteile hat die Photovoltaik?

Nachteile der Photoltaik.

Welche Nachteile bringt die Solarstrom-Erzeugung mit sich?

  • In der öffentlichen Diskussion wird gern behauptet, die Photovoltaik sei teuer. Das ist falsch.
    Wahr ist vielmehr: Die Photovoltaik war teuer.

EEG-Umlage
Was heute die EEG-Umlage ausmacht, sind eben nicht die PV-Anlagen, die in der Gegenwart zugebaut werden. Dies teilen sich vielmehr einige Faktoren:

  • a) das Umlageverfahren, in das genau nicht die Kosten der PV-Anlagen hineingerechnet werden, sondern deren Differenz zum Börsenpreis (genauer zur EEG-Umlage hier), d.h., die Stromkunden zahlen letztlich nicht für den erhöhten Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix, sondern für die Spekulation der Stromhändler an der Börse, eine politisch aberwitzige Konstruktion,
  • b) die Photovoltaikanlagen der Vergangenheit, d.h., die Photovoltaikanlagen, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten installiert wurden, wovon man realistischerweise mindestens anderthalb Jahrzehnte technologischer Entwicklungszeit ansetzen sollte – aktuelle Anlagen betrifft dies seit einiger Zeit schon nicht mehr -,
  • und c) die Netzbetreiber und Elektrizitätslieferanten, die den Solarstrom kostengünstig einkaufen und teuer verkaufen.

Der Preis der Entwicklung
Die Kosten aus der ersten Positionen können heute nicht mehr eingespart werden, sie sind verpflichtend. Das war der Preis für die Entwicklung der Photovoltaik bis heute. Die Entwicklung ist heute jedoch so gut wie abgeschlossen, da die Photovoltaik den Solarstrom nun unter Netzpreis produziert – und im Gegenteil, heute könnte die Photovoltaik ihre Entwicklungskosten aufgrund der nun kostengünstigen Stromproduktion wieder einspielen.
Das Konstrukt jedoch, das es den Netzbetreibern erlaubt, Solarstrom an der Börse billig einzukaufen und teuer weiterzuverkaufen, schluckt den Vorteil. Dies ist jedoch nicht der Photovoltaik anzulasten.

Energiebedarf
Übrigens war der bisherige Preis notwendig. Bekanntlich erstickt die Welt geradezu an ihrem Energiebedarf, führt Kriege um Energieträger, verpestet die Weltmeere durch die Energieerzeugung, zerstört Landschaften für die Energiegewinnung – so konnte es schlicht nicht weitergehen. Die Vorräte konventioneller Energieträger werden allmählich erschöpft, die Erschließung nicht-konventioneller Ressourcen treibt die Preise in die Höhe, und das Problem des Klimawandels ist ebenfalls noch ungelöst. Die Photovoltaik ist – ähnlich der Windkraft – die Antwort darauf.

Ökonomische Effekte
Nicht vergessen werden darf auch der Umstand, dass Deutschland durch die Zukunftstechnologie der Photovoltaik lange Zeit Arbeitsplätze und eine zukunftsträchtige Industrie aufbauen konnte. Dass die Politik dann leider versäumt hat, die eigene, so teuer aufgebaute Industrie vor der Dumping-Konkurrenz aus Fernost zu schützen, steht auf einem anderen Blatt. Das ist kein Versäumnis der Photovoltaik.

Wird die Photovoltaik weiterhin gesetzlich gefördert?

PVA: Gesetzlich gefördert.

Die gesetzliche Förderung von Photovoltaikanlagen

Diese Frage betrifft die Einspeisevergütung, die nach wie vor durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz garantiert ist. Für bereits errichtete Photovoltaikanlagen wird sie weiterhin gewährt (Bestandsschutz), das gebietet die Anforderung der Rechtssicherheit.
Für Photovoltaikanlagen, die zeitnah geplant und umgesetzt werden, gilt das gleiche. Denn derzeit keine weitere Einschränkung der Förderung absehbar.
Für die weitere Zukunft kann nur spekuliert werden. Zumindest ist bisher nicht öffentlich bekannt, dass etwas Gegenteiliges geplant wäre.

Begründete Erwartungen an die Politik
Was die neue Regierung angeht (Stand: Jahresbeginn 2016), sprechen die Wahrscheinlichkeiten eher für als gegen eine weitere Förderung der Photovoltaik. Die Energiepolitik, lange Zeit zersplittert zwischen den verschiedenen Regierungsressorts, ist nun in einer Hand – und der zuständige Wirtschafts- und Energieminister, Sigmar Gabriel, hat sich als Staatssekretär den ausgewiesenen Kenner der alternativen Energien Dr. Rainer Baake (vormals u.a. Direktor der Initiative Agora Energiewende), zur Unterstützung geholt.
Es darf also im Sinne der erneuerbaren Energie gehofft werden.

Welche Förderungen gibt es überhaupt?

Höhe der Förderung.

Einzelne Förderungsarten

Neben vielen kleineren lokalen und regionalen Förderungen, teilweise auch durch die Bundesländer – vor allem in Ostdeutschland -, existieren zwei Hauptmotoren der Photovoltaik-Finanzierung:

  • Die Einspeisevergütung und der Eigenverbrauch.

Die Einspeisevergütung
Wie auf die letzte Frage, ob die Photovoltaik weiterhin gesetzlich gefördert werde, bereits geantwortet, ist eine Abschaffung der Einspeisevergütung derzeit nicht in Sicht. Sie finden die monatlich aktualisierten Zahlen und Berechnungen hier. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, Ihnen den Solarstrom zu Festpreisen abzunehmen – hierdurch können Sie Ihre PV-Anlage finanzieren und zusätzlich erhalten Sie eine Rendite.
Mehr zu den kleineren und größeren Förderungen haben wir auf der Seite Photovoltaik-Förderung zusammengetragen. Wir halten diese Seite stets aktuell.

Der Eigenverbrauch
Der Eigenverbrauch – mehr zu diesem Thema, wiederum monatlich aktualisiert und stets aktuell durchgerechnet, unter Eigenverbrauch – lebt davon, dass der Strom aus der Photovoltaik (inkl. Gestehungs-, Wartungs-, Versicherungskosten) günstiger ist als der Tarifstrom: Die sogenannte Netzparität wurde 2012/2013 erreicht. D.h., Sie sparen bei jeder verbrauchten Kilowattstunde aus Ihrer Photovoltaikanlage gutes Geld – damit amortisiert die PV-Anlage sich innerhalb weniger Jahre.
Jeder Cent, den Sie danach verdienen bzw. einsparen, gehört Ihnen.

  • Am günstigsten ist die Kombination aus Eigenverbrauch, mit dem Sie unter Tarifpreis Ihren Strombedarf decken, und Einspeisevergütung für den überzähligen Strom.

So verdienen Sie an Ihrer PV-Anlage doppelt.

Solarstromspeicher
Nach einer dreimonatigen Unterbrechung fördert das Wirtschaftsministerium den Bau von PV-Anlagen mit Solarstromspeichern seit 01.03.2016 wieder großzügig mit einem Tilgungszuschussder KfW-Bank. Auch die Nachrüstung alter Photovoltaik-Anlagen, die nach dem 21.12.2012 in Betrieb gegangen sind, wird bezuschusst.
Die Förderung besteht aus einem niedrig verzinsten Kredit der KfW-Förderbank und einem Tilgungszuschuss für diesen Kredit. Wie hoch die Förderung ausfällt bestimmt:

  • das Antragsdatum für die Förderung
  • die Leistung der PV-Anlage
  • die Kosten des Speichers

Mit 25% der maximalen Förderhöhe ist der Tilgungszuschuss bis Juni 2016 am höchsten (er ist allerdings auf 500 Euro/ kWp gedeckelt). Danach sinkt er bis zum Jahr 2018 auf 10%.

Nachfrage: Wie wird die Förderhöhe errechnet?
Ein Beispiel: Eine 4 kWp große PV-Anlage kostet summa summarum 11.600 Euro, die Kosten pro kWp belaufen sich auf 1.400 Euro. Die anlegbaren Förderkosten betragen demnach 11.000 – (4 x 1.400) = 5.400 Euro.

Wird der Zuschuss noch vor Juli 2016 beantragt, ergibt sich daraus ein Fördersatz pro kWp von 5.400/4 kWp x 0,25 = 338 Euro. Insgesamt beträgt der Zuschuss für den Speicher damit 4 x 338 = 1.352 Euro.

Warum ist die Photovoltaik dann so umstritten?

Umstritten: Solarstrom-Produktion.

Photovoltaik in der öffentlichen Debatte

Eine sehr gute Frage. Zu ihrer Beantwortung muss man ein bisschen ausholen.

Energiekosten
Sie dürfen nicht vergessen, dass die Erzeugung und der Verkauf von Energie weltweit immer wieder Kriege und geopolitische Verschiebungen erzeugt, vom Landschaftsverbrauch, den Abgasen etc. zu schweigen. Global ist die Energie ein Billionenthema, allein in der EU eines von 2,5 Billionen € jährlich (dies und Senkungsmöglichkeiten vgl. Studie des Fraunhofer ISI).
Allein in Deutschland wird jährlich Energie im Gegenwert von 100 Milliarden Euro verbraucht. Hier sind starke Interessen im Spiel, und viel Lobbyismus.

Entwicklungskosten
Was heute so teuer ist, das sind – wie in Beantwortung der Frage, welche Nachteile die PV habe, bereits erwähnt – die PV-Anlagen der Vergangenheit, die sehr viel weniger rentabel waren als heutige PV-Anlagen heute sind.
So kostete ein kWp Solarkapazität im Jahr 1998 noch 14.400 €, im 1. Quartal 2016 liegt der Preis bei ca. 1.400 €. Die hohen Kosten für die Altanlagen sind der Preis für die Einführung der neuen Technologie – den der Photovoltaikboom der Jahre 2009 bis 2012 jedoch zusätzlich in die Höhe trieb.
Damals war es richtig, den Zubau leicht zu bremsen: Wie jede neue Technologie durchschreitet die Photovoltaik eine Lernkurve, bis sie ausgereift und dementsprechend kostengünstig ist.

Netzparität

  • Mit der Netzparität (Solarstrom ist günstiger als Tarifstrom aus dem Netz) ist dieses erste Ziel erreicht. Ab jetzt könnte der Lohn für die neue Technologie eingefahren werden – mit jedem kWp installierter Solarleistung werden nun Kosten gespart.

Allerdings haben die zahlreichen außerplanmäßigen Änderungen der gesetzlichen Förderungslage – vor allem in den Jahren 2012 und 2013 – den PV-Zubau in Deutschland abrupt abgebremst. 2015 fiel er mit rund 1,4 GWp zurück auf das Niveau von 2007 und betrug damit nur noch ein Fünftel des Spitzenzubaus der Jahre 2010 bis 2012.
Als Gründe werden u.a. die Verunsicherung der Investoren und die zusätzliche Belastung des Eigenverbrauch bei Anlagen über 10 kWp genannt (anteilige EEG-Umlage). Aber: All diesen Widernisse zum Trotz lohnt sich die Photovoltaik weiterhin, gerade für kleine und mittelgroße Anlagen auf Dächern (vgl. dazu PV-Vorteile finanziell).

Warum jetzt?

Lobbyismus
Dass der Ausbau sich gerade jetzt lohnen würde, ist der Grund für die großen Elektrizitätsversorger, die Strom aus älteren Energieerzeugungsformen (vornehmlich Kohle, Gas, Atom) anbieten, sich gegen die PV zu wenden.
Man könnte es die letzte Abwehrschlacht der Konservativen gegen eine Idee nennen, deren Zeit gekommen ist – und die schon längst dabei ist, sich auf ganzer Fläche durchzusetzen.

Ausblick
Den Siegeszug der Photovoltaik wird – trotz der jüngsten Rückschläge in Deutschland – jedoch niemand mehr aufhalten:

In dieser Analyse gehen die Mitarbeiter der Deutschen Bank davon aus, dass der Zubau weltweit sogar noch anziehen wird.

Und in der Tat: Während Ende 2013 weltweit eine PV-Leistung von rund 140 GWp installiert war, stieg dieser Wert bis zum Beginn des Jahres 2016 auf gut 230 GWp.

Lohnt sich die Photovoltaik also nun für mich?

Lohnt sich: Photovoltaik.

Ob sich die Photovoltaik lohnt?

In einem Wort: Ja.

Von der großen Vision zurück zu Ihrem Dach – genau dieses Thema rechnen wir monatlich in dem schon unter Was ist Photovoltaik genannten Artikel, ob die Photovoltaik sich rechnet, stets auf Neue durch. Die jeweils neuen Zahlen werden nach aktuellen Photovoltaik-Preisen, den Einsparmöglichkeiten durch den Eigenverbrauch und die Einnahmen durch die Einspeisevergütung durchgerechnet.
Monat für Monat kommen wir zu demselben Ergebnis:

  • a. Eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach bezahlt sich selbst,
  • b. sie wirft darüber hinaus noch eine bis zu zweistellige Rendite ab.

Nachfrage: Muss ich nicht die hohen Kosten fürchten?

Kostenberechnung
Hierzu haben wir den Artikel verfasst, den wir monatlich aktualisieren und immer wieder durchrechnen: Photovoltaik-Kosten aktuell. Er zeigt minutiös auf, welche Kosten auf Sie zukommen und was Ihnen am Schluss übrig bleibt. Dabei sind neben den Modulkosten auch die sogenannten BoS-Kosten (Balance of System: Montage, Wechselrichter, Wartung etc.) berücksichtigt.
Dies gibt Ihnen schon einen sehr guten Überblick.

Wie sich die Situation auf Ihrem eigenen Dach darstellt, hängt von weiteren Faktoren ab.

Wie läuft die individuelle Berechnung ab?

Individuelle Berechnung: Vergleich.

Wie die individuelle Berechnung abläuft

1. Schritt: Das Formular
In unserem Formular unter Photovoltaik Rechner können Sie einige Basisdaten zu Ihrem Dach, den Standort der zukünftigen Photovoltaikanlage und Ihre Kontaktdetails angeben.

2. Schritt: Vermittlung und Berechnung
Aufgrund dieser Daten kontaktieren wir über unsere Vermittlungspartner geprüfte Solarfachbetriebe, die bereit sind, kostenlos und unverbindlich Folgendes zu tun:

  • Der Solarteur besichtigt Ihr Dach (oder geeignetes Landstück) und misst es aus,
  • er prüft die Verschattungslage,
  • entwirft ein passendes Photovoltaikdesign für das Dach
  • und rechnet einen Kostenvoranschlag samt Solarertrag, Einspeisevergütung, Förderung und Steuervorteilen für Sie durch.

Die Ausgestaltung im Einzelnen hängt jeweils von den teilnehmenden Solarteuren ab.

3. Schritt: Der Vergleich
In der Regel finden wir mehrere Fachbetriebe – im Anschluss können Sie deren Angebote in aller Ruhe studieren und vergleichen. Man könnte sagen, wir bieten Ihnen mit diesem individuellen Service einen Angebots- und Preisvergleich de luxe an. Das alles kostet Sie keinen Cent.
Selbst, wenn Sie sich für keines der Angebote entscheiden, bleibt der Berechnungsservice kostenlos für Sie. Sie gehen damit keinerlei Risiko ein.

  • Falls Sie sich nur kurz und eher allgemein vorinformieren wollen, können Sie auch den Online-Vergleich unter Photovoltaik-Rechner online nutzen und dann ggf. weitersehen.

Warum Photovoltaiksolarstrom.de?

Photovoltaik und Solarstrom.

Was Photovoltaiksolarstrom.de von anderen Preisvergleich-Anbietern unterscheidet

Preis- und Angebotsvergleiche, insbesondere auch zur Photovoltaik, finden sich im Internet zuhauf.

  • Aus welchem Grund sollten Sie den Berechnungsservice auf Photovoltaiksolarstrom.de nutzen?

Situation
Aus dem folgenden Grund: Die meisten Photovoltaik-Websites in Deutschland arbeiten für ihren Preis- und Angebotsvergleich mit verschiedenen Vermittlungs­plattformen für Dienst- und Handwerkerleistungen zusammen.
Allerdings kann keine dieser Plattformen das gesamte Bundesgebiet abdecken. Dies erklärt nebenbei, warum sie von diesen Websites oft keine Antwort auf Ihre Anfrage erhalten.

Unser Alleinstellungsmerkmal
PVS Solarstrom arbeitet mit mehreren großen Plattformen zusammen – so ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass wir für Ihre Anfrage Fachbetriebe finden, die Ihre kostenlosen und unverbindlichen, individuell durchgerechneten Kosten­voranschläge erstellen. Sie können sie im Anschluss daran vergleichen.
Zusammen mit unseren Kooperationspartnern decken wir rund 94-96% aller Postleitzahlgebiete in der Bundesrepublik ab!

  • Zur individuellen Berechnung geht es hier.

Solarzellen im Zusammenspiel

Zur individuellen Berechnung

18 Antworten auf Photovoltaik –
häufig gestellte Fragen

  • Rafael Hopp sagt:

    Hallo,
    ich werde im kommenden Jahr neu bauen und informiere mich in diesem Zuge über PV.
    Dabei habe ich schon einiges gelesen und leider keine klare Aussage darüber finden können, welche Variante sich für mich als Privatmann mit einer 10 KWp Anlage am meisten lohnt (von finanziellen Gesichtspunkten). Zum Hintergrund vllt noch dazu > es wird ein KfW 55 Haus und ich werde eine Luft/wasser Wärmepumpe (LWWP) installieren.
    Im Groben würde ich zwischen 3 PV Ideen unterscheiden.

    1. PV bis 10 KWp, Eigennutzung so hoch wie es nur geht, dazu einen geförderter Speicher, keine Einspeisung ins öffentliche Netz.
    2. PV bis 10 KWp, kein Speicher und folglich nur das selbst verbrauchen, was direkt aus den Modulen kommt – den Rest einspeisen.
    3. PV bis 10 KWp, Eigennutzung mindestens 40%, Speicher kaufen und nur alles was darüber hinaus erzeugt wird ins öffentliche Netz einspeisen (wie es auch auf dieser Seite vertreten wird)

    Alle Rechnungen für sich betrachtet scheinen logisch zu sein, was es nicht leicher macht, zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen :(

    Speichergegner führen an, dass die Speicher nach wie vor viel zu teuer sind und rechnen auch eindrucksvoll vor, dass sich er Einkaufspreis eines Speichers innerhalb seiner Lebenszeit (optimistisch 15 Jahre) niemals amortisieren wird. Zudem wird auch angeführt, dass so ein Speicher durch Lade- und Entladezyklen erst richtig genutzt wird, dies aber bei PV nicht/ nur unzureichend stattfindet und das wiederum auf die Lebenszeit der Speicher schlagen würde. Im Winter würden die Speicher zudem nichtmal richtig voll werden… Wie gesagt, ich kann alles nachvollziehen, wieviel Wahrheit tatsächlich darin steckt, vermag ich bislang nicht wirklich zu beurteilen.

    Die gleichen Leute schreiben auch, dass sich die direkte Einspeisung daher als einziges lohnt, weil eben keine Energie im Orbit verpufft, da ich mich genau in der Zeit, wo der meiste Strom produziert wird, auf der Arbeit befinde….

    Auf der anderen Seite habe ich mit Interesse Ihre Rechnung gelesen, und ja, auch die liest sich sehr plausibel :D

    Vielleicht können Sie zu der ein oder anderen These einmal Stellung beziehen und das in den direkten Vergleich zu Ihren Rechnungen stellen, sodass der Unterschied etwas klarer zu erfassen ist. Das wäre sehr nett!
    Wie gesagt, in diesem Fall geht es einzig um die Frage, was sich aus finanzieller Sicht langfristig mehr „lohnt“…

    Vielen Dank!

    • hsf sagt:

      Hallo Herr Hopp, danke für Ihre ausführliche Frage! Im Hintergrund arbeiten wir schon an einer Antwort … Aber ganz schnell vorab: Haben Sie sich schon einmal die verschiedenen Varianten (kostenlos) über uns durchrechnen lassen? Wahrscheinlich haben sie den Link auf unseren Seiten bereits gesehen (allerdings lud der Photovoltaik-Rechner – eigentlich eher „Berechnungs-Service“, aber das ist ein bisschen sperrig – in den letzten Tagen im Internet Explorer gelegentlich nicht – was inzwischen aber wieder behoben sein sollte): Zum „Photovoltaik Rechner“. Damit können wir Ihnen auf jeden Fall kompetent und vor allem schnell weiterhelfen. Darüber hinaus aber demnächst weiter hier. Viele Grüße, Hanns-Stefan Finke

    • Rafael Hopp sagt:

      Sehr gut, da bin ich sehr gespannt! Es ist nunmal ein sehr weitläufiges und schwieriges Thema, was die verschiedenen Herangehensweisen und Meinungen zu einem vernünftigen Aufbau zeigen…
      Den Rechner habe ich heute auch schon bedient, ja! Ich hoffe daher, dass ich mir auch bald über direkte Angebote vor Ort unter Einbeziehung aller relevanten Informationen und Variablen einen Eindruck verschaffen kann.
      Allerdings ist das, wenn ich es richtig verstanden habe, im Grunde auch wieder ein Käufer/Verkäufer-Kontakt, sodass ich mir das Thema auch gern selbst noch etwas erschließen möchte, um die richtigen Fragen zu stellen und die Einschätzungen des Fachmanns (Verkäufers) auch selbst bewerten zu können. Ich hoffe ihr könnt mich da auch einen Schritt weiter bringen!

    • nau sagt:

      Hallo Herr Hopp,

      vielen Dank für Ihre höchst interessanten Fragen! Detailliert lassen sich diese zwar nur nach einer Simulation bzw. exakten Kalkulation beantworten: auf der Grundlage der wichtigsten Kennzahlen der konkreten Anlage. Vielleicht können wir Ihnen aber mit einer überschlagsmäßigen Beispielrechnung erste Antworten liefern.
      Beispielanlage: Größe: 9,9 kWp, Preis: 11.880 Euro (1.200 Euro/kWp), Ausrichtung: SSO, jährlich zu erwartender Solarstromertrag pro kWp: 930 kWh.

      Hier lassen sich nun verschiedene Eigenverbrauchsszenarien durchspielen, bspw. ein Eigenverbrauchsanteil von 30, 50 und 90%.
      Bei einer 10-kWp-Anlage für ein Niedrigenergiehaus wie in ihrem Fall ist wahrscheinlich ein Eigenverbrauch von 20-30% realistisch (aufgrund des verhältnismäßig geringen Energieverbrauchs zum einen und der hohen Solarstromproduktion zum anderen).
      Je nach Stromverbrauchsmenge und -Profil könnte in Verbindung mit der Luft-/Wasser-Wärmepumpe vielleicht aber auch ein Anteil von 50% möglich sein.

      30 bzw. 50% Eigenverbrauch: Bei einem Eigenverbrauchsanteil von 30% könnte man nun – über einen Zeitraum von 20 Jahren (gesetzlich Auszahlungsdauer der Einspeisevergütung) – für diese Beispielanlage Einnahmen aus dem Eigenverbrauch von gut 22.000 Euro erwarten (Umsatz- und Einkommenssteuer bereits abgerechnet). Über die gesetzlich gesicherter Einspeisevergütung kämen im Laufe der 20 Jahre noch gut 16.000 Euro hinzu. Bei 50% Eigenverbrauch wäre das Verhältnis 38.000 Euro Eigenverbrauchs- und 11.500 Euro Einspeisevergütungs-Einnahmen.
      Ergo: Bei 50% Eigenverbrauch sind die Einnahmen über den betrachteten Zeitraum um über 10.000 Euro höher. In beiden Fällen aber sind die garantierten Einnahmen aus der Einspeisevergütung beträchtlich. Das ist auch der Grund, weshalb wir bei dieser Konstellation weiter die Kombination aus Eigenverbrauch und Einspeisung empfehlen – unter der Prämisse: so viel Eigenverbrauch wie möglich.

      Diese Kombination verspricht finanziell derzeit den größten Vorteil. Auch, weil die Kosten für den Netzanschluss mit rund 1.000 Euro (geeichter Stromzähler etc.) deutlich geringer sind als der zu erwartende finanzielle Gegenwert.

      90% Eigenverbrauch: Anders kann die Rechnung aussehen, wenn sich der Eigenverbrauchsanteil auf 80 oder 90% steigern lässt. Dann ist der Verzicht auf den Netzanschluss/die Einspeisung sicherlich eine Überlegung wert. Denn die Anschlusskosten würden hier die potentiellen Einnahmen fast zur Gänze auffressen (Einnahmen Einspeisevergütung bei 90% Eigenverbrauch ca. 2.000 Euro).
      Ohne Solarstromspeicher ist ein derartig hoher Eigenverbrauchsanteil aber nicht realistisch.

      Solarstromspeicher: Ob der Speicher aus finanzieller Sicht Sinn macht, ist noch einmal ein ganz andere Frage. Auch hier lässt sich pauschal keine endgültige Antwort geben. Dazu braucht es eine ausführliche Simulation, in die die genauen Daten der geplanten Anlage (Module, Wechselrichter, etc.), des Anlagenstandorts, des zu erwartenden Verbrauchs – und nicht zuletzt eines konkreten Speichermodells einfließen (mit Preis und Kennzahlen).
      Bei einem Schnäppchen und einer Anlage, bei der sich der Eigenverbrauch durch den Speicher drastisch steigern lässt, kann sich ein Solarstromspeicher durchaus heute schon lohnen (vor allem mit der derzeitigen Förderung).
      Eine Sicherheits-Variante wäre, den Speichereinbau bei der Planung und Ausführung der Anlage jetzt zu berücksichtigen (Infrastruktur, etc.); vorerst aber noch aufzuschieben. Bei einem guten Angebot oder einem entsprechenden Preisrutsch kann man dann in Zukunft sofort zuschlagen.

      Der beste Rat, den wir geben können, ist am Ende aber der: Idealerweise suchen Sie sich – wie Herr Finke schon angedeutet hat – einen kompetente Fachmann/Solarteur in Ihrer näheren Umgebung. Einen solchen Solarteur finden Sie kostenlos & zuverlässig über unseren Rechner.
      Mit einem Fachmann können Sie die PV-Anlage im Detail planen – und alle Einzelfragen anhand konkreter Angebote durchrechnen. Hier können auch steuerrechtliche Erwägungen einbezogen werden. (siehe unsere Antwort auf den Kommentar unter dem Artikel Abschreibung Photovoltaik).
      Auf diese Weise erhalten Sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage, auf deren Basis Sie die eingangs gestellten Fragen beantworten können. Damit ist bestmöglich sichergestellt, dass Sie mit Ihrer PV-Anlage viel & lange Freude haben werden – wie immer sie am Ende aussehen mag.
      Wir hoffen, die Antwort hilft Ihnen bei Ihrem Projekt weiter. Viel Erfolg!

      Sonnige Grüße
      N. Auer

  • Michael Wegmann sagt:

    Ich habe im August 2014 einen Antrag zur Projektförderung einer Photovoltaikanlage bei der Bezirksregierung Arnberg beantragt. Ich habe sämtliche Unterlage eingereicht. Ich habe ein Haus kw 55 mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach Leistung 9KWP zur Eigennutzung und rest zu Einspeisung. Jetzt will die Regierung ein Pasivhaus nachweis haben. Frage: Wurde in 2014 keine Photovoltaikanlage für ein Kw55 Haus gefödert? Für einen sachlichen Rat wäre ich Ihnen sehr dankbar. Mit freundlichen Grüssen Michael Wegmann

  • Ulf Plawer sagt:

    Frage:
    Wie verhält es sich mit der EEG-Zulage beim Eigenverbrauch einer PV-Anlage, wenn dieser vollständig als Gleichstrom für den Betrieb eines Elektromobils verwendet wird, und nicht im Haushalt?
    Die PV-Anlage soll ausschließlich Strom für den Betrieb des Elektromobils liefern.
    MfG Ulf Plawer

    • nau sagt:

      Hallo Herr Plawer,

      eine rechtlich verbindliche Antwort können wir Ihnen nicht geben. Aber: Für den Eigenverbrauch des Solarstroms muss nicht in jedem Fall eine anteilige EEG-Umlage gezahlt werden (siehe dazu unseren Artikel Eigenverbrauch und die entsprechende Regelung im EEG 2014: § 61, Abs. (2)).
      Die wichtigste Ausnahme sind PV-Anlagen mit einer Leistung von weniger als 10 kWp. Auf den Eigenverbrauch ist bei diesen Anlagen keine EEG-Umlage zu entrichten. Da Ihre Anlage ausschließlich Strom fürs Elektromobil liefern soll, dürfte sie wahrscheinlich in diese Kategorie fallen.
      Ebenfalls von der EEG-Umlage befreit sind PV-Anlagen, für die keine Förderung (bspw. eine Einspeisevergütung) in Anspruch genommen wird. Ich hoffe, die Antwort hilft Ihnen weiter.

      mfg
      N. Auer

  • Rolf Strauß sagt:

    Hallo Herr Finke,

    gibt es Wechselrichter mit einer Steuerung, die ohne Netzeinspeisung derart arbeiten, dass der erzeugte PV-Strom bei Bedarf zuerst im Gebäude verbraucht wird und nur der darüber hinaus erzeugte Strom in einen Warmwasserspeicher (mit einem Heizstab) gespeichert wird?

    Man würde also keinen PV-Strom ins Netz einspeisen und er wird zu 100% im eigenen Gebäude genutzt; wobei möglichst viel Netz-Strom durch PV-Strom ersetzt wird und der Heizstab wird nur durch den PV-Strom betrieben und nicht mit Netzstrom.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rolf Strauß

    • nau sagt:

      Hallo Herr Strauß,

      PV-Systeme, die den Stromüberschuss zum Heizen nutzen gibt es – und sie sind durch den höheren Eigenverbrauchsanteil besonders lukrativ. Der Einsatz eines Heizstabs ist die preiswerteste Lösung. Effizienter, aber auch teurer, ist die Kombination mit einer Wärmepumpe.
      Die Koordination von Solarstromproduktion, Haushalts-Stromverbrauch und der Stromversorgung des Heizstabs übernimmt in der Regel nicht der Wechselrichter, sondern eine Energiemanagement-Software. Diese Programme werden von Wechselrichterherstellern ebenso angeboten wie von den Herstellern der dafür geeigneten Heizsysteme. Voraussetzung ist aber stets ein regelbarer Heizstab.

      Eine hundertprozentige Eigenverbrauchsquote ist jedoch selbst mit einem derartigen System nicht möglich. Das liegt u.a. daran, dass die Monate mit dem höchsten Heizaufwand (Winter) mit denen des geringsten Solarstromertrags zusammenfallen. Ein Eigenverbrauchsanteil von 40 bis 50% ist für eine 5kWp-Anlage aber durchaus realistisch (siehe u.a. diese Simulation der HTW-Berlin).

      Sonnige Grüße,
      Norbert Auer

  • Jakob Euba sagt:

    Eine Frage zum Vermietermodell:
    Ist ein Einfamilienhaus mit PV Anlage vermietet hat der Mieter den direkten Nutzen . Welches Abrechnungsmodell gibt es hier für den Vermieter?
    mfG Euba

    • nau sagt:

      Hallo Herr Euba,

      ein gesondertes Abrechnungsmodell ist uns für diesen Fall nicht bekannt. Der Vermieter kann durch die PV-Anlage aber ggf. eine höhere Miete ansetzen.

      Sonnige Grüße
      nau

  • nau sagt:

    Kommentare von M. Egger verschoben zum Artikel über Photovoltaik und Abschreibung.

  • Joachim Senf sagt:

    Hallo Herr Finke,
    Ihre Berechnung einer PV-Anlage mit Speicher (zur Erhöhung des Eigenverbrauchs) geht noch von einer staatlichen Förderung des Speichers aus. Das KfW-Förderprogramm für Speicher wurde allerdings zum Jahresende 2015 eingestellt!
    MfG
    Joachim Senf

    • nau sagt:

      Hallo Herr Senf,

      wir haben die Entwicklung der Solarspeicherförderung natürlich beobachtet. Anfang November 2015 erklärte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel noch, dass das Programm Ende 2015 auslaufen würde. Wenige Wochen später dann die unerwartete Kehrtwende: Am 27.11.2015 beschloss der Bundestag die Verlängerung der Solarspeicherförderung.
      Im Laufe des Januars 2016 hat sich aber herauskristallisiert, dass es bei der Speicherförderung – trotz der Verlängerung – einen vorläufigen Förderstopp gibt. Das Programm soll überarbeitet werden, bis dato ist das aber nicht geschehen. Und da das alte Programm wie vorgesehen Ende 2015 ausgelaufen ist, gibt es im Augenblick keine Speicherförderung.

      Die neue Speicherförderung soll nun in den kommenden Wochen vorgestellt und danach möglichst bald eingeführt werden. Dem Vernehmen nach wird der Förderanteil unverändert bleiben, pro Speicher dürfte die Förderung 2016 jedoch etwas geringer ausfallen als 2015.
      Vgl. Details zur Speicherförderung könnten kommen. Im Januar keine Förderung.
      Wir haben einen entsprechenden Hinweis in den Text aufgenommen. Natürlich halten wir Sie auf unseren Seiten auf dem Laufenden, sobald eine haltbare Lösung feststeht.

      Viele Grüße,
      Norbert Auer

      PS: Mittlerweile ist die neue Solarstromspeicherförderung fixiert und verfügbar. Die Details finden Sie oben im Abschnitt über die verschiedenen PV-Förderungen.

  • hans kuhrman sagt:

    Ich betreibe eine 4,8 KWH Photovoltaik- Indachanlage seit 2001, die in zwei Hälften von jeweils 2,4 KWH aufgeteilt ist und über gertrennte Wechselrichter ins öffentliche Netz einspeisen.
    Bis 2011 lief die Stromproduktion ohne Probleme; seit 2011 wird ein Teil der Anlage immer schwächer. Zunächst 5 Prozent, dann 10 Prozent und jetzt inzwischen 15 Prozent. Da beide Teile genau die gleichen Module mit der gleichen Leistung aus weisen, müssen in der schwächeren einige Mudule Probleme haben. Die Wechselrichter sind beide voll o.k. Da die Dachfläche dahinter bewohnt ist, kann ich auch nicht ohne weiteres an die Leitungsverbindung kommen. Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera im Mai des letzten Jahres haben auch Unregelmäßigkeiten ausgewiesen.
    Meine Frage : Muß ich mit der Minderleistung leben wegen des Alters ? Ein Austausch von Zellen ist auch nciht einfach, da Sie ja aufeinander liegen . Wer kann mir dazu sinnvolles mitteilen.
    Gruss aus Reken in NRW
    Hans Kuhrman

    • hsf sagt:

      Hallo Herr Kuhrman, ob ich Ihnen wirklich etwas Sinnvolles mitteilen kann, weiß ich nicht. Zumal ich ja die Anlage nicht prüfen konnte oder dergleichen. Jedenfalls glaube ich nicht, dass die Minderleistung eine typische Alterserscheinung der Anlage darstellt. PV-Anlagen degradieren i.d.R. sehr viel gleichmäßiger – und langsamer. Nach der üblichen initialen, sehr schnellen Leistungsabnahme bei Dünnschicht-Anlagen (die in den Herstellerangaben aber üblicherweise schon ins Leistungsprofil mit einberechnet ist) gilt das auch für diese. Vielleicht können Sie Ihre Nachbarn um Zugang bitten und dann gleich einen erfahrenen Solarteur (die ursprünglichen Installateure zum Beispiel) mitnehmen? Sonnige Grüße, Hanns-Stefan Finke

  • Marcel Beckers sagt:

    Eigenverbrauch oder Einspeisen?

    Ich habe eine Anlage mit 2,8 KwP und ich bin mit der Möglichkeit des Eigenverbrauch nicht wirklich zufrieden. zur Zeit ist es so, wenn die Anlage z.B. 800 wh produziert, dann kann ich auch nur Verbraucher anmachen, die im Gesamtverbrauch unter 800 wh bleiben. Ich kann also den Reststrom nicht einfach dazu kaufen.

    Gibt es z.B. durch den Wechsel des Zählers durch den Vesorgers eine andere Lösung??

  • Jürgen Rowohl sagt:

    Eine Frage zum EEG-Recht: Kann ich eine 2011 gebaute PV-Anlage (28kWp)-
    (5 Wechselrichter) – in 2 PV-Anlagen trennen? Grund: Istzustand – gesamte Anlage ist auf einen Wärmepumpen – Zähler (HT-Tarif) geschaltet, mit Eigenverbrauch. Mein Ziel:
    Einen Teil des erzeugten Stromes künftig auf den „Haustarifzähler“ schalten und den
    Hauptanteil auf den WP-Zähler belassen, wie bisher.
    Kann die Anlage nach EEG-Recht im Nachhinein geteilt werden?
    Für Ihren fachlichen Rat wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    Mit freundlichem Gruß. J.Rowohl

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