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Photovoltaik-Förderung

von Stefan Finke

Überblick: Einspeisevergütung nach dem EEG
Zusätzliche öffentliche Förder­programme (KfW-Bank u.a.)
Photovoltaik-Programme einiger Banken (z.B. Umweltbank)
Weitere Informationen zur Photovoltaik-Förderung

Grafik: Photovoltaik-Förderung finden

Photovoltaik-Förderungen werden in einer Vielzahl von Varian­ten an­geboten – neben ihrem wich­tigsten In­stru­ment, der Einspeise­vergütung, gewähren Bund, Länder und Banken für den Erwerb und Ausbau von Photo­voltaik­anlagen je nach Fall:

  • zins­ver­billigte Kredite,
  • Zu­schüsse
  • und/oder steuerliche Abschreibungs­möglichkeiten.
  • Auf dieser Seite finden Sie eine Zusammenstellung der aktuellen Photovoltaik-Förderungen und weiterer Programme (Stand 1. Quartal 2017). Seit 1. Januar 2017 ist das neue EEG-Gesetz in Kraft – für Photovoltaik-Anlagen auf Ein- und Zwei­familien­häusern bis 100 kWp ändert sich an der PV-Förderung nichts.
    In anderen Worten: Typische Photovoltaikanlagen für Familien- und Mietshäuser werden weiterhin durch die Einspeisevergütung gefördert.
  • Der Bundestag hat am 08.07.2016 die EEG Novelle 2017 beschlossen. Der Gesetzesbeschluss sieht grundlegende Änderungen des PV-Fördersystems allein für Anlagen mit einer Größe von mehr als 750 Kilowatt vor.
    Das bedeutet: Die Förderung typischer Hausdach- und Scheunen-Anlagen bis 750 kWp bleibt in der bisherigen Form auch zukünftig bestehen.

Kurz: Die Förderung durch die Einspeisevergütung wird fortgesetzt.

Kosten, Förderungen, Ertrag und Rendite einer Photovoltaikanlage:
Zur individuellen Berechnung

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Die Förderung von Photovoltaikanlagen

Neben den offiziellen Photovoltaik-Programmen werden Photovoltaikvorhaben auch indirekt durch Steuer­abschreibungen oder durch günstige Zinskonditionen (z.B. bei der LBS Hessen-Thüringen) unterstützt. Bitte vergleichen Sie auch die Zusammenstellung unter Finanzen.

Bitte beachten Sie, dass bei einigen dieser Programme – v.a. den offiziellen Förder- und den Banken-Programmen – der Antrag vor Kauf und Beginn der Montage abgeschlossen sein muss.

Zur Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
Zum KfW-Förderprogramm Erneuerbare Energien
Zu den Programmen der Bundesländer
Zur Steuerersparnis durch Abschreibung
Weitere Informationen zur Photovoltaik-Förderung

Die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Die Königsform der Photovoltaik-Förderung (neben dem tarifsparenden Eigenverbrauch) ist die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Betreiber von Photovoltaikanlagen, die ihren selbsterzeugten Solarstrom in das öffentliche Netz einspeisen, haben einen gesetzlichen Anspruch auf die Einspeisevergütung. Abhängig sind die Vergütungssätze der Einspeisevergütung von der Größe der Photovoltaikanlage, dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme und ob Sie Ihren selbsterzeugten Solarstrom teilweise selbst verbrauchen.

Für Dach- und Gebäudeanlagen greifen die Sätze der “Einspeisevergütung”.

Aufgrund der Regelungen des EEG 2014 ergibt sich für März 2017 folgende Photovoltaik-Förderung durch die Einspeisevergütung:

März 2017
Verwendungs­form des Solar­stromsLeistung bis 10 KWLeistung 10-40 KWLeistung 40-100 KWFreiflächen-
Anlagen – 100 KW
Einspeisung in das allgemeine Stromnetz12,30 Cent/KWh11,96 Cent/KWh10,69 Cent/KWh8,51 Cent/KWh
Eigen­verbrauchDer Selbstverbrauch wird seit 1. April 2012 nicht mehr gefördert, er lohnt sich aber weiterhin (vgl. dazu unseren Artikel Eigenverbrauch)

Zu den Kosten, Erträgen und der Rendite einer PV-Anlage vgl.:
Zur kostenlosen individuellen Berechnung

Programme der Bundesländer

Unter bestimmten Umständen gefördert: Freilandanlage

Die meisten Bundesländer haben eigene Photovoltaik-Förderprogramme aufgelegt. Für den Bau einer Photovoltaikanlage können Sie Zuschüsse und Anschaffungs­hilfen über landes­eigene Banken, Strom­versorger oder zu­ständige Ministerien be­antragen. Die Palette der Förderungen erstreckt sich von der Übernahme von Erst­beratungskosten über zinsverbilligten Darlehen bis hin zu Anschaffungshilfen bzw. zu direkten Zuschüssen.

Vor Ihrer Investition in eine Photovoltaikanlage sollten Sie die Möglichkeiten der Förderung durch Ihr Bundesland prüfen. Unser eBook zum Download bzw. zum Ausdrucken gibt eine umfassende Übersicht über Photovoltaik-Förderung nach Bundesländern.

KfW-Förderprogramm Erneuerbare Energien

Die KfW-Bank hat mit ihrem Förderprogramm Erneuerbare Energien Standard zinsgünstige Darlehen für die Realisierung von Projekten zur nachhaltigen Energie aufgelegt: Die Anschaffung von Strom- oder Wärmeanlagen wie z.B. einer Photovoltaik- oder einer PV/Solarthermie-Kombi-Anlage kann mit dem KfW-Kredit über eine maximale Laufzeit von zehn Jahren bis zu 100% finanziert werden – dabei ist eine tilgungsfreie Anlaufzeit von bis zu zwei Jahren möglich.

Unter bestimmten Umständen gefördert: Freilandanlage

Wichtig:
Anträge müssen vor Beginn der In­vestition in die Photovoltaikanlage bei der Hausbank gestellt werden.

  • Weitere Information zum KfW-Darlehen, Merkblätter und Muster des Kreditantrages hat die KfW-Bank hier ins Netz gestellt (Link öffnet sich in neuem Fenster).

Programme von Banken

Die hohe Rückzahlungssicherheit bei Photovoltaikkrediten ist bei den Banken bekannt – Finanzierungen bis zu 100 % der Investitionssumme sind daher keine Seltenheit mehr. Spezialisierte Banken wie die Umweltbank bieten zur Finanzierung von Photovoltaikanlagen sogar Darlehen mit besonders zinsgünstigen Konditionen an.

Formal handelt es sich nicht um eine dezidierte Photovoltaik-Förderung – jedoch bieten diese Programme einen deutlichen “Förderungs-Vorteil”, den Sie vor Anschaffung Ihrer PV-Anlage prüfen sollten. Photovoltaik-förderliche Darlehen bieten – neben vielen Hausbanken, Sparkassen und Volksbanken – dezidiert die folgenden Kreditinstitute an:

  • UmweltBank Nürnberg (Links öffnen sich in neuen Fenstern): Der Solarkredit der UmweltBank Nürnberg fördert Photovoltaikanlagen mit einem Volumen von 15.000 – 100.000 € (größere Projekte sind nach individueller Absprache förderbar). Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme muss eine gültige und ausreichende Netzanschlusszusage vorliegen und ein Vergütungsanspruch nach dem aktuell gültigen Erneuerbare-Energien-Gesetz bestehen.
  • GLS Bank: Die GLS Bank finanziert Photovoltaikanlagen (ausschließlich) für Privatpersonen bei einer maximalen Laufzeit von 15 Jahren und einem Kreditbetrag von bis zu 30.000 €. Als Sicherheit dient der GLS Bank dabei die Abtretung der Einspeisevergütung.
  • LBS Hessen-Thürigen: Die LBS finanziert Photovoltaikanlagen für Privatpersonen, Vermieter und Selbständige. Die Kredithöhe ist unbegrenzt und kann bis zu 100% der Kosten der Photovoltaikanlage betragen. Zinsen und Ansparsumme des Bausparvertrages werden komplett über die Einspeisevergütung gedeckt.

Steuerersparnis durch Abschreibung

Berechnen Sie die Abschreibung

Nicht nur direkte Subventionen, wie Einspeisevergütungen oder Finanzierungshilfen, sondern auch steuerliche Vorteile unterstützen die Anschaffung einer Photovoltaikanlage. Bei Anmeldung eines Gewerbes als PV-Betreiber können die Anschaffungs- und Betriebskosten ggf. über die durchschnittliche Nutzungsdauer Ihrer Photovoltaikanlage abgeschrieben werden – so reduziert sich die Höhe Ihrer Steuerpflicht.
In jedem Einzelfall sollten Sie diese Möglichkeit mit Ihrem Steuerberater prüfen – grundsätzliche Eingangs­informationen finden Sie in unserem Photovoltaik­lexikon: Abschreibung von Photovoltaikanlagen.

Nachtrag: Details zur PV-Förderung durch die Einspeisevergütung

Neben der Vergütung für die Einspeisung des selbsterzeugten Solarstroms in das öffentliche Netz bestanden gesonderte Vergütungssätze für den Eigenverbrauch. Hierfür muss der Solarstrom in räumlicher Nähe verbraucht werden, d.h. innerhalb desselben Niedrigspannungsnetzes, in dem der Strom erzeugt wurde.

Diese Form der PV-Förderung ist mit der rückwirkend zum 1. April 2012 in Kraft getretenen Änderung des EEG eingestellt worden. Da der Haushaltsstrompreis aber mittlerweile deutlich über den Vergütungs­sätzen liegt, ist das Einsparpotenzial durch den Eigenverbrauch höher als der mögliche Gewinn durch die Ein­speise­vergütung. Wir empfehlen deshalb einen möglichst hohen Eigenverbrauchsanteil (zu den Details siehe Eigen­verbrauch).

Bei Netzüberlastung kann die Einspeisung vom Netzbetreiber aus abgeregelt werden – der PV-Betreiber erhält für die entgangene Einspeisevergütung jedoch eine Entschädigung.

Mehr zur aktuellen Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes finden Sie in unserem Photovoltaiklexikon: EEG.
Am 1. August 2014 ist das EEG 2014 in Kraft getreten, es ist auf der Seite Gesetze im Internet des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz BMJV einzusehen.

Sonderförderung: EWS Schönau

Eine interessante Photovoltaik-Förderung durch Einspeisevergütung haben die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) entwickelt, allerdings nur als Vermittlungsprämie von Neukunden.

Beispiel für PV-Förderung: Photovoltaik-Dachanlagen

Der Ökostrom-Anbieter verfügt über bundesweite Stromnetze und ver­spricht seinen Kunden zusätz­liche Zuschüsse für ein­gespeisten Solar­strom – ana­log zum Prin­zip der Einspeise­vergütung aus dem EEG. Der Vergütungssatz beträgt für jeden geworbenen Neukunden fünf Jahre lang 6 Cent/KWh.

Förderprogramme sinnvoll nutzen

Es erscheint aufwendig, die Vielzahl der Förderangebote durchzuarbeiten – die Recherche der passenden Photovoltaik-Förderung hilft jedoch, bares Geld zu sparen und die Umsetzung Ihres Projektes zu realisieren. Zwar werden immer wieder einzelne Förderprogramme für erneuerbare Energien eingestellt und die Höhe der Vergütungssätze bzw. Zinsvergünstigungen reduziert – dennoch verbleiben interessante finanzielle Unterstützungen, die es wert sind geprüft zu werden.

Ein ausgezeichnetes Tool, um für Sie gültige Förderungen zu finden, finden Sie beim Bundeswirtschaftsministerium (externe Links öffnen sich in neuen Browserfensters).

Um festzustellen, ob eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach wirtschaftlich sinnvoll ist, inwieweit sie sich bezahlt macht und um den Finanzierungsbedarf festzulegen, hilft Ihnen unsere kostenlose und unverbindliche Photovoltaik-Berechnung:

Zur individuellen Berechnung

4 Antworten auf Photovoltaik-Förderung

  • Richard Roithmeier sagt:

    Ich baue mir ein Toscana Haus ( Walmdach ) ein Doppelhaus zum Vermieten.
    Ich beantrage die KfW 55 Förderung.
    Es ist eine Solaranlage geplant für Warmwasser. – Kann ich stattdessen ein PV Anlage einbauen lassen um auf KfW 55 zu kommen.
    Gibt es für die PV Anlage eine extra Förderung.
    Für eine Antwort danke ich im voraus.

    Mit freundlichem Gruss

    Richard Roithmeier

    • hsf sagt:

      Hallo Herr Roithmeier,
      da gibt es in der Tat mehrere Möglichkeiten. Wir können Sie (gratis) mit PV-Spezialisten zusammenbringen (unverbindlich), die können Ihnen Genaueres dazu sagen – die Bedingungen vor Ort sind doch immer unterschiedlich, und da sollte man jemanden haben, der die Gegebenheiten kennt. Der Weg der Wahl ist der über das kurze Kontaktformular unter http://www.photovoltaiksolarstrom.de/photovoltaik-rechner, da werden die wesentlichen Daten gleich abgefragt.
      Viel Erfolg bei Ihrem Projekt!
      Hanns-Stefan Finke

  • Thomas sagt:

    Sehr schöne Übersicht an Informationen, die einigen sicherlich eine große Hilfe sein werden. In diesem Bereichen kommen ja doch immer wieder Fragen auf. Da ist es gut sich auf diese Art und Weise informieren zu können.

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